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Friedrich Wilhelm der Dritte
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der von euch kennt seine Pflicht für das Vaterland undfür die Ehre.

Der Krieg droht euren Granzer«.

Um ihn zu entfernen, werde Ich allerdings augen-blickliche Anstrengungen von euch fordern. Ich werde ei-nen Theil Meines stehenden Heeres aus eurer Mitte wäh-len, die Landwehr aufbieten und den Landsturm einrich-ten lassen, wenn die Nahe der Gefahr es erfordern sollte.

Aber gemeinschaftlich mit Meinem tapfcrn Heere, mitMeinen andern Völkern vereinigt, werdet ihr den Feindeures Vaterlandes besiegen, und Theil nehmen an demRuhme, die Freiheit und Unabhängigkeit des deutschen Rei-ches auf lange Jahrhunderte dauernd gegründet zu haben.".

Wien, den 5. April 1815.

Friedrich Wilhelm.

Diese einfachen aber redlichen Worte des Königs hat-ten diese Provinzen gewonnen. Sie hatten mit Dank dieAufmerksamkeit des Königs erkannt, daß er mit der Erb-huldigung einen Mann beehrt, der dem Volke lieb undtheucr war. Dann: daß bei der Besitznahme die Vertre-tung des Landes feierlich anerkannt und versprochen wor-den, auch daß die Regulirung und Feststellung der Steuernan die Vertretung solle geknüpft werden, eine Staatsein-richtnng, die nur in freien Verfassungen Statt findenkann, und die jedesmal freie Verfassungen herbeiführt,sobald sie vorhanden ist.

Den 15. Mai erfolgte die Erbhuldigung in Aachen, dochwar Gneiscnau nicht dabei gegenwartig, da die Bewegun-gen der Armee seine Abwesenheit aus dem Hauptquar-tiere, das damals in Namur war, nicht erlaubten.