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Friedrich Wilhelm der Dritte
Entstehung
Seite
139
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Reichs, und die schwere Pflicht ihrer Vertheidigung nichtunerwogcn.

Aber die höhere Rücksicht auf das gesammte deutscheVaterland entschied Meinen Entschluß. Diese deutschenUrlauber müssen mit Deutschland vereinigt bleiben, siekönnen nicht einem andern Reiche angehören, dem sie durchSprache, durch Sitten, durch Gewohnheiten, durch Ge-setze fremd sind. Sie sind die Vormauer der Freiheit undUnabhängigkeit Deutschlands, und Preußen, dessen Selb-ständigkeit, seit ihrem Verluste, hart bedroht war, hateben so sehr die Pflicht als den ehrenvollen Anspruch er-worben, sie zu beschützen und für sie zu wachen.

Dieses erwog Ich und auch daß Ich meinen Völkernein treues, männliches deutsches Volk verbrüdere, wel-ches alle Gefahren freudig mit ihnen theilen wird, umseine Freiheit in entscheidenden Tagen zu behaupten.

So habe Ich denn im Vertrauen auf Gott und denMuth Meines Volks, diese Rheinländer in Besitz genom-men, und mir der preußischen Krone vereinigt.

Und so, ihr Einwohner dieser Länder, trete Ich jetztmit Vertrauen unter euch, gebe euch eurem deutschen Va-terlande, einem alten deutschen Fürstcnstamm wieder, undnenne euch Preußen!

Kommt Mir mit redlicher, treuer und beharrlicherAnhänglichkeit entgegen.

Ihr werdet gerechten und milden Gesetzen gehorchen.

Eure Religion, das Heiligste, was dem Menschen an-gehört , werde Ich ehren und schützen. Ihre Diener werdeIch auch in ihrer äußern Lage zu verbessern suchen, da-mit sie die Würde ihres Amtes behaupten.

Ich werde die Anstalten des öffentlichen Unterrichtsfür eure Kinder herstellen, die, unter den Bedrückungender vorigen Regierung, so sehr vcrnachläßigt wurden.