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Friedrich Wilhelm der Dritte
Entstehung
Seite
136
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Alle Heere versammelten sich wieder zum Streit.

Bonaparte, nachdem er schnell seine Kriegsmittelgeordnet und ergänzt, zog nach dem reichen Brabant undsetzte hier in einer dreitägigen Schlacht, so wie einst beiLeipzig, wieder Alles an Alles. Das Schicksal wollte,daß die Entscheidung wieder in die Hände des preußischenHeeres gelegt wurde.

Denn nachdem Wellington sich als ein großer Schlach-tengeneral den ganzen Tag geschlagen, als der Augen-blick nahte, wo die Schlacht sich entscheiden sollte, undder Feldherr seinen linken Flügel schon in die Mitte derSchlachtordnung gezogen hatte, um diesen zu verstärken,da keine Reserven mehr vorhanden waren und schon dasFcldgeräthe, untermischt mit Fliehenden, durch das Holzvon Soigny auf Brüssel zurückging und der Herzog dieWorte sagte:Wenn doch die Nacht da wäre oderdie Preußen! da erschienen die preußischen Fahnenvor dem Walde von Frichemont, und Bonaparteerblaßte als er sie erkannte.

Doch schlug er sich fort immer Alles an Allesfetzend, immer noch glaubend, den Mittelpunkt der engli-schen Stellung zu durchbrechen und so die Schlacht zugewinnen.

Als er sie endlich verloren hatte, war sie auch so ver-loren, wie fast nie eine Schlacht verloren worden ist; dieganze Nacht hindurch wurde er von den Preußen verfolgt,die Armee löste sich völlig auf, ließ all' ihr Fcldgeräthestehen, und in zehn Tagen stand der Feldmarschall unterden Mauern von Paris.

Als Bonaparte sah, daß sein Stern untergegangensey, so kampte er nicht weiter mir dem Schicksal, sondern

*) Nach der Aussage seines Führers La Coste.