Sein klug berechneter Plan gelang, der Rückzugwurde im großen Hauptquartier beschlossen, und dieAbschriften zu den Befehlen waren schon angefertigt.Da kam die Meldung, daß die französische Armee nachSt. Dizier gezogen, und die Straße schon besetzt habe,auf der man zurückzuziehen gesonnen sey.
Der russische Kaiser machte nun den Vorschlag, denKrieg durch ein kühnes Unternehmen, zu einer endlichenEntscheidung zu bringen, und statt zurückzugehen geradegegen Paris vorzudringen, sich auf Gott und die guteSache verlassend.
Dieser Vorschlag, welcher auf offener Straße unter freiemHimmel gemacht wurde, wurde vom Könige von Preußengenehmigt, dessen Feldmarschall Vorwärts immer ge-sagt hatte: daß die Entscheidung des Fcldzugesnur in Paris zu finden sey. Auch Fürst Schwar-zenberg trat dieser Meinung bei. Kaiser Franz und FürstMetternich waren nicht gegenwärtig, da sie damals nachLyon ausgewichen und von den Herumstreifenden derfranzösischen Armee beinahe gefangen worden waren.
Sobald dieser Entschluß gefaßt war, kehrte der alteFrohsinn zurück und die Armee zog nach Paris. DamitBonaparte indeß diesen Abmarsch nicht bemerke, so sandteman ihm den General Winzingerodc mit 5vv0 Pferdenund fünfzig Kanonen nach, die den andern Tag seineNachhuth bei St. Dizier angriffen.
Die Heere der Verbündeten vernichteten auf ihremZuge nach Paris, ein französisches Armeekorps, welchesin ihre Marschlinie gericth, und standen am Z0. Marz vorder Hauptstadt. Sie griffen gleich die Höhen von Bcl-lcville und Montmartre an. Als diese genommen waren,ergab sich die Stadt. Den folgenden Tag zogen die Mo-