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Friedrich Wilhelm der Dritte
Entstehung
Seite
129
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Bonaparte stand der großen Armee unter Schwar-zenberg gegenüber, und die schlesische unter Blüchermarschirte in großen Abteilungen auf der Straße nachParis. Da er sicher zu seyn glaubte, daß die großeArmee ihn weder verfolge noch angreife, so wandte ersich schnell von dieser gegen die schlesische, und griff dieeinzelnen Korps an, die ohne Verbindung waren, schlugsie, und nvthigte so die ganze schlesische Armee zumRückzüge.

Nun wandte er sich gegen die große Armee unterSchwarzenberg, die bei Bray über die Seine gegangen,und die das wittgcnsteinische Korps bis Nancy (8 Mei-len von Paris) vorgeschoben hatte. Dieses schlug er den

47. Februar, das des Kronprinzen von Würtcmbcrg den

48. und die große Armee zog sich gegen Troyes zurück.

Durch diese Unfälle war eine üble Stimmung unterdie Heere der Verbündeten gekommen, indcß der Muthder französischen Armeen und das Zutrauen zu ihrenFeldherren aufs neue belebt wurde.

Es waren Unterhandlungen in Chatillon angeknüpftworden, und man hatte die Friedenspräliminarien ange-nommen, die er einige Tage vorher selber vorgeschlagenhatte. Er zerriß diese, indem er sagre:Ich bin jetztnäherbei Müncben als die Alliirten beiParis."

Es wurde nun einen Monat hindurch mir abwech-selndem Glücke gekämpft. Die schlesische Armee verei-nigte sich mit der großen, und trennte sich wieder vonihr; und da die Sache nirgends zu einem entscheidendenEnde gelangen wollte, so beschloß Bonaparte, geradezwischen den Armeen durch in ihren Rücken zu gehen,sie von ihren Magazinen abzuschneiden, um sie so zumRückzüge zu nöthigen.