Der König ging mit den Prinzen seines Hauses,mit dem Staatskanzler und mit den Ministem nachSchlesien. Von hieraus wurde die Bewaffnung derNation geleitet.
Den Anfang dieser allgemeinen Bewaffnung machtendie freiwilligen Jager. — Der Aufruf dazu ist vom3. Februar 1813. lieber 7M0 Jünglinge der gebildetemStande eilten zu ihnen. Sie wählten das Regiment,bei dem sie dienen wollten, und wurden bei demselbenin eine besondere Abthcilung vereinigt, die ihre Ober-jägcr und Offiziere selbst wählte.
Alle jungen Leute von Bildung und Vermögen gin-gen unter diese freiwilligen Jager, und ganze Schaarenzogen nach Schlesien. Es war eine Schande zurückzu-bleiben, und da selbst Madchen und Frauen diesen all-gemeinen Enthusiasmus für den König und für das Va-terland thcilten, so trieben diese die Saumigen.
Die Jager bekleideten und bewaffneten sich selbst,und jene alte Zeit kehrte wieder, wo der Jüngling mitdem Mannwerden auch wehrhaft wurde und seineWaffen erhielt. Zugleich war durch sie die allge-meine Waffcnehre eingeleitet, durch die Landwehr undden Landsturm wurde sie vollendet.
Der Aufruf zur Landwehr erging vom Könige den17. Marz. In diesem sagte er:
„Ein vor Augen liegendes Beispiel hat gezeigt, daßGott die Völker in seinen bcsondcrn Schutz nimmt, dieihr Vaterland in unbedingtem Vertrauen zu ihrem Be-herrscher, mit Standhaftigkeit und Kraft gegen fremdeUnterdrückung vertheidigcn.
„Preußen! würdig des Namens — theilt ihr dieseGefühle? — Auch ihr hegt den Wunsch, vom fremdenDruck euch zu befreien. Mit Rührung sehe ich die Bc-