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Friedrich Wilhelm der Dritte
Entstehung
Seite
116
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Preußen, das eine Allianz mit Frankreich hatteschließen müssen, gab im ersten Jahre ein Armcecorpszur französischen Armee, die damals gegen Nußland zog.

So wie im Süden, so im Norden entzündetesich nun ein Volkskrieg; denn nachdem Bonaparte ander Moskowa siegreich gewesen und in die Hauptstadteingezogen war, ging diese in Feuer aus, und er konntejetzt nicht einen solchen Frieden schließen, wie er stets, wenner als Sieger die Hauptstadt in Besitz genommen hatte, zuschließen gewohnt war. Dieses war eine neue Erschei-nung, und zeigte ihm, daß der Krieg gegen ihn einenneuen Charakter angenommen habe.

Da ein vortheilhaftcr Friede für ihn unmöglich war, somußte er den Krieg fortsetzen. Dieses war sein Verderben.

An einem schönen Herbsttage zog das Heer ausMoskau und schickte sich an, der Heimat sich zu nähern,von der es 1000 Stunden entfernt war. Die un-wirthbare Jahrszeit trat ein, und das Heer zog auf einerverödeten Straße, in einem feindlichen Lande, unter allenSchrecknissen des Winters. Die Ordnung löste sichauf, und es bildete bald nur eine große ungeordneteMenschcnmasse, die in langen Reihen daherzog und vonallen Seiten von einem erbitterten Feinde verfolgt wurde.Der Frost, der Hunger, die Blöße machten, daß jedenTag und jede Nacht Tausende erschöpft auf der Straßeliegen blieben und umkamen.

In einer völligen Auflösung langten schwache Trüm-mer des Heeres an der deutschen Grenze an, und sowie der Volkskrieg sich in Rußland entzündet hatte, soentzündete er sich nun in Deutschland, und besonders inPreußen. Der Abfall des Generals Uork war daserste Zeichen zu demselben.