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Friedrich Wilhelm der Dritte
Entstehung
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Die Eroberer bauctcn sich an. Ein zahlreiches Ge-sinde bauete ihren Acker. Sie selbst waren der einzigeKriegcrstand. Nicht zur Bertheidigung gebrauchten sieihre Knechte, blos um den Acker zu pflügen, dieses warihre Bestimmung.

Da es lastig ist, ein zahlreiches Gesinde im Hausezu haben, so gaben sie ihm eigene Wohnungen, undeinen Theil der Erndte, von dem es sich dann selbst seinenUnterhalt bereiten konnte.

Andern ihres Gesindes zu demselben Zwecke gabensie einen Theil des Bodens, der um ihre Hütte lag.Dadurch entstanden Baucrwohnungen, von denen dieInhaber, als geborncs Gesinde mit ihrem Gespann aufden Edelhof ziehen und dort die Arbeit verrichten muß-ten. Aehnliche Einrichtungen fand schon Tacitus unterden Germanen.

In Germanien gab es nur Freie und Unfreie. —Eine freie Geburt hieß eine edle Geburt.

Zu einer edlen Geburt gehörte, t) edle, d. h. freieAbstammung von Acltern und Großaltcrn, nämlich seitMenschengedenken, 2) edler Grundbesitz, nämlich sol-cher, in dem man keinen andern Herrn über sich erkannte,3) Waffcnfähigkcit. Denn nur der Freie konnte in denReihen des Hecrbans erscheinen.

-») .Ihre Sclavcn gebrauchen sie nicht wie die Römer so, daßjeder unter dem Gesinde sein angewiesenes Dienstfach hat.Jeder Knecht hatte sein Feuer und eigenen Herd und war Ge-bieter in seinem Hause. Der Herr legte ihm blos ein Ge-lvisses an Getraide, Vieh oder Kleidern wie einem Pachterauf, und in so weit fühlte jener Knechtschaft. Tacitus.