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Friedrich Wilhelm der Dritte
Entstehung
Seite
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äußern Verhältnissen herrscht die Notwendigkeit so starkund mächtig, daß die Stimme eines Individuums darinwenig vermag. In der Verwaltung des Innern setzteich mein Ziel.

Es .kam darauf an, die Disharmonie, die imVolke Statt findet, aufzuheben, den Kampf der Ständeunter sich, der uns unglücklich machte, zu zernichten,gesetzlich die Möglichkeit aufzustellen, daß jeder im Volkefeine Kräfte frei in moralischer Richtung entwickeln könne,und auf solche Weise das Volk zu nöthigen, König undVaterland dergestalt zu lieben, daß es Gut und Lebeirihnen gern zum Opfer bringe.

Mit Ihrem Beistande, Meine Herren, ist vielesbereits geschehen. Der letzte Rest der Sklaverei, dieErbunterthänigkeit, ist zernichtet, und der unerschütter-liche Pfeiler jedes Throns, der Wille freier Menschen,ist gegründet. Das unbeschränkte Recht zum Erwerbdes Grundeigcnthums ist proklamirt. Dem Volke istdie Befugniß, seine ersten Lebensbedürfnisse sich selbst zubereiten, wiedergegeben. Die Städte sind mündig er-klärt, und andere minder wichtige Bande, die nur Ein-zelnen nützten, und dadurch die Vaterlandsliebe lähmten,sind gelöset.

Wird das, was bis jetzt geschah, mit Festigkeitaufrecht erhalten, so sind nur wenige Hauptschritte nochübrig.

Ich nehme mir die Freiheit, sie Ihnen einzelnaufzuzählen, nicht um ihre Handlungen dadurch zu leiten,denn Ihre Einsicht und Patriotismus bedürfen keinerLeitung, sondern um Ihnen zur Beurtheilung meinerHandlungen und Ansichten einen Maaßstab zu geben.

1) Regierung kann nur von der höchsten Gewalt aus-gehen. Sobald das Recht, die Handlung eines