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Über Deutschlands Zustand und Bundes-Verfassung
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man bey dem Entwurf einen sehr behutsamen Gang ge-gangen. Ganz verschieden ist wieder die Frage der Be-rechtigung der Völker, eine gewisse Verfassung, eine schonbestehende oder in gewissem Umfang verheißene zu re-clamircn. Und anders ist es wieder, wo nichts als derZustand selbst und der nackte Buchstabe des Xlllten Art.die Verbindlichkeit auflegen. Der große Unterschied, dieMannigfaltigkeit, die früher in Deutschland war, waltethier noch fort, und wir können sie nicht wegräumen. Eswar niemals meine Meynnng, schien mir nicht bequem,noch der Sache angemessen, daß dem Bundestag selbst aus-gegeben werde, allgemeine Grundsätze festzusetzen. Con-stitutionen aber, sie mögen herkommen woher sie wollen,müssen vernünftig und annehmbar seyn. Diese Annahmegehört selbst zn ihrer Ausübung. Der Ort der Prüfungmuß irgendwo vorhanden seyn. Ist sie aber auch Ge-schenk, Gabe und lautere Gnade, so kann sie doch ihrerNatur nach nicht mehr einseitig widerrufen werden, sienimmt nach der Entstehung die Natur des Vertrags an,und die meisten sind vom Schwur oder andern feierlichenActen der Beglaubigung begleitet. Sonst kehrten wir zuralten Leycr der Willkühr zurück, und die innere Ruhe wäregestört. Es wird bey jedem solchen bedeutenden Zwist un-leugbar die Sache der Stnarte und des Brittischen Volks,sobald wir uns den Obmann wegdenke». Diese Obmann-schaft und Garantie ist der wahre Schlüssel und Schluß-stein, die beste Perle, die Sicherung der Bundes-Ver-fassung selbst, und alles dessen, was wir unter Ruhe undinnerem Frieden denken mögen. Montesquieu, wo er die

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