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Heinrich Heine : Aus seinem Leben und aus seiner Zeit
Entstehung
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Viertes Buch.

Die Nachwelt.

Achtundzwanzigstes Kapitel. Heinrich Laubes Grabrede.

m 17. Februar 1856 in grauer Morgenfrühe ist Heinrich Heine gestorben.Sein Schwanengesang war das Lied von der schwefelgelben Passionsblume,dessen mir im vorigen Kapitel gedacht haben. Bis in die letzten Lebensmomentebehielt er sein volles Bewutztsein, und noch in den Stunden vor dem Todeskampfeerleuchteten seine Geistesblitze die armselige Matratzengruft. Besonders qualvoll mardie letzte Nacht. Der Tod trat morgens gegen 5 Uhr durch Erbrechen ein, wiedie Todesanzeige des behandelnden Arztes vi-. David Gruby (siehe 6. Beilage) anHeines Bruder Maximilian erhärtet.

Nach dem im Testament ausgesprochenen Wunsche fand das Leichenbegängnisam 26. Februar um 11 Uhr vormittags still und prunklos auf dem Kirchhof Mont-martre statt,äs äemnnäs" heisft es in jenem Schriftstück,qus mou eouvoi soit aussimeässts qus possibls et qus lss krnis cls moii suterrsmsut n'exoöäsiit pns 1s mou-tlwt oi'äiiilürs äs sslui än plus simple bouiAsois." Dieser Wunsch des sterbendenDichters ist auch erfüllt worden.

Ich verdanke der Güte eines Freundes, der dem Leichenbegängnisse beigewohnt,die folgende Schilderung desselben:

Es werden bald vierundvierzig Jahre her sein, seitdem man Heine zu Grabegetragen hat, aber so sehr auch die Erinnerung an dieses Ereignis in meinemGedächtnis erblaßt ist, sehe ich doch noch immer ein kleines Häuflein, meistensaus Deutschen bestehend, die ihm das Geleit nach dem Montmartre gegeben haben.Ob auch Moritz Hartmann und Kalisch (nicht David), die damals in Paris lebten,darunter waren, kann ich nicht behaupten; letzterer war zur Zeit krank. So vielweiß ich ganz gewiß, daß Alerander Dumas xörs da war, und ich sehe noch dengrauen Krauskopf angelaufen kommen und sich die Stirn wischen, als die kleineVersammlung bereits auf dem Kirchhofe war. Von anderen hervorragenden Fran-