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Heinrich Heine : Aus seinem Leben und aus seiner Zeit
Entstehung
Seite
269
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Alfred Meißner. Zgg

sondern nur an dem Maßstab der Großen gemessen, die mit dem Dichter in derersten Reihe gekämpft haben.

Zu diesen zähle ich vor allen den in den letzten Jahren viel angefochtenenAlfred Meißner. Ich habe schon in einem früheren Buche seine Beziehungenzu Heine, die zeitlebens die intimsten und freundschaftlichsten waren, geschildert.So bleibt mir diesmal nur eine Nachlese aus verwehter Spreu übrig. Der NameMeißners hat ja inzwischen leider viel von dem Glänze eingebüßt, den er zuHeines Zeiten und auch später noch hatte.

Die Hetze, die gegen den Toten von seinem angeblichen Mitarbeiter Franz Hedricheingeleitet worden, ist noch in Aller Erinnerung. Nun sind sie beide tot, und ichkann nur das wiederholen, was ich schon nach dem Erscheinen der ersten Schriftvon Hedrich öffentlich ausgesprochen, daß ich von allen diesen Dingen kein Wortglaube, daß ich an Meißners dichterischer Schöpferkraft nicht einen Augenblickgezweifelt habe, und daß kein Hedrich der Welt im stände wäre, das Bild zutrüben, das ich von seiner geistigen Eigenart innerhalb der zwölf Jahre unsererBekanntschaft mir gebildet habe. Es versteht sich von selbst, daß diese Bekannt-schaft durch unser gemeinsames Interesse für Heinrich Heine eingeleitet wurde undeigentlich auch nur durch dieses sich erhalten hat. Indem ich das rote Bändchenvon dem Briefpaket löse, das seinen Namen trägt, finde ich unter vielen Schreibendes Mannes, die einen intim persönlichen Charakter tragen und schon deshalb zurPublikation sich nicht eignen, auch einige, die manches Interessante und Neue überHeine enthalten und die ich deshalb mitteilen möchte. Es soll dies zugleich ein,wenn auch geringer Tribut der Dankbarkeit sein für die unermüdliche Bereitwilligkeitzu jeder Auskunft über das Leben Heines, die ich Alfred Meißner verdanke,ohne dessen Beihilfe ich vieles Dunkle und Unklare in den LebensbeziehungenHeines nicht hätte entwirren können.

Schon in meinem Buche:Heinrich Heine und seine Zeitgenossen" habe ichdarauf hingewiesen, daß Alfred Meißner gerade nach dieser Richtung hinder geeignetste und zuverlässigste Berichterstatter über die letzten Jahre Heinesgewesen sei. Er war aber noch mehr, nämlich der treueste seiner Freunde auchnach dem Tode, ja während der ganzen Periode, in der Heines Name so viel ver-dächtigt und sein Leben so oft angegriffen wurde. Es ist schwer zu sagen, wasden alternden Heine zu dem damals noch sehr jugendlichen Poeten hinzog, als erim Jahre 1847 mit einer Empfehlung Heinrich Laubes an sein Urankenlagertrat. Alle, die Meißner in seinen guten Tagen gekannt haben, wissen freilich,daß er eine ebenso liebenswürdige wie anziehende Natur war. Es lag inseineni Wesen etwas, was unwillkürlich Vertrauen erweckte und forderte,- er warkein Lebenskünstler, aber er kannte doch das Geheimnis, alle zu fesseln, die zu