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Heinrich Heine : Aus seinem Leben und aus seiner Zeit
Entstehung
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spieler. Und Sie werden sicher einmal von irgend einer Komödiantin verführtwerden!" Man weiß, wie sich jedes Wort dieser Prophezeiungen Heines in selt-samer Weise erfüllt hat. Es ist selten oder nie über Lassalle etwas Besseres undZutreffenderes gesagt worden als das, was Heine über ihn in seinem Empfehlungs-brief an Varnhagen v. Ense am 3. Januar 1846 geschrieben hat, als LassalleParis verließ, um nach Berlin überzusiedeln. Da heißt es:

266 Ferdinand Lassalle.

Mein Freund, Herr Lassalle, der Ihnen diesen Brief bringt, ist ein junger Mann von denausgezeichnetsten Eeistesgaben; mit der gründlichsten Gelehrsamkeit, mit dem weitesten Wissen,mit dem größten Scharfsinn, der mir je vorgekommen, mit der reichsten Begabnis der Dar-stellung verbindet er eine Energie des Willens und eine Habilite im Handeln, die mich inErstaunen setzen, und wenn seine Sympathie für mich nicht erlischt, so erwarte ich von ihm denthätigsten Vorschub. Jedenfalls war diese Vereinigung von Wissen und Können, von Talentund Charakter für mich eine freudige Erscheinung, und Sie, bei Ihrer Vielseitigkeit im Anerkennen,werden gewiß ihr volle Gerechtigkeit widerfahren lassen. Herr Lassalle ist nun einmal so einausgeprägter Sohn der neuen Zeit, die nichts von jener Entsagung und Bescheidenheit wissenwill, womit wir uns mehr oder minder heuchlerisch in unserer Zeit hindurchgelungert und hindurch-

Ferdinand Lassalle.