Die Stadt Lucca. 133
Die Bäder von Lucca. Der Limafluß mit der Brücke Camaione.
zu beschreiben. Ein Kapitel derselben ist sogar noch im Originalbrouillon erhalten.Dasselbe findet sich in meiner Heine-Ausgabe (Bd. III, S. 357) irrtümlich alsAnmerkung zu Kap. VI der „Stadt Lucca". Heine spricht in diesem Kapitel vondem Zusammentreffen mit Signora Franceska in Florenz, von dem Garten Boboli,von Santa Croce, von der Galleria dei llffizi, von Boccaccio, Aretino, von Gum-pelino und anderen Helden seines humoristischen Reiseromans, den er also noch überFlorenz hinaus auszudehnen beabsichtigte. Schon am 25. September mutzte erseine Zelte in Lucca abbrechen. Nach einem vorübergehenden Aufenthalt in Livorno,das er aber trotzdem nicht geschildert hat, kommt er an: 1. Oktober in Florenz an.Sein erstes ist, nach der Post zu eilen, um sich den Brief von Schenk abzuholen,der ihm die Erfüllung seines sehnlichsten Wunsches bringen sollte. Der Brief istnicht da. Die Post, damals rvie heute im Palozzo dei Uffizi, veranlaßt ihn sofortzum Besuch des herrlichen Platzes und der Gemäldesammlung. Am selben Tagenoch schreibt er an Schenk einen Brief, in den? er folgendes darüber berichtet-„Der Markt von Florenz ist der herrlichste und der interessanteste Anblick, dennur ein Mensch finden kann; die Altertümlichkeit, die bedeutungsvollen Statuen,die hohen Arkaden, die großartige, dabei dennoch überall echt altflorentinischeGruppierung, überall Blüte des Mediceertums, und gar oben im Palast Affizidie griechischen Götterroohnungen! Ich will Ihnen freimütig gestehen: im Boudoir