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Die italienische Reise.
der mediceischen Venus vergaß ich Schenk und seinen Brief. Es rvar aber dochnicht die uralte, zusammengeflickte Göttin der Liebe, die mich so gewaltig erhob;vielmehr waren es die Augen einer Italienerin, die gar andächtig an sie hinaufsah;ich glaube, die alten Götter werden in Italien noch immer angebetet".
Die Erwartung des Schenkschen Briefes veranlaßt ihn, sieben Wochen in Florenzzu bleiben. Die Unsicherheit seines zukünftigen Lebensschicksals hindert ihn aberdoch nicht, Florenz in vollen Zügen zu genießen. Auch an den russischen Diplo-maten Feodor Jwanowitsch Tjutscheff schreibt er noch an demselben Tage: „Ichhabe schon die Götter und Göttinnen im Palast Uffizi gesehen; ich habe schondie Bekanntschaft einiger Gottheiten gemacht, die ebenso schön und nicht so kaltwie diese sind". Und zum Schluß des Briefes läßt er eine Frau von Krüdenerangelegentlichst grüßen, an die er gedacht hat, weil er kurz vorher „Frau vonMedicis, vormals Frau von Vulcan, geborene Jupiter" gesehen.
Erst jetzt wissen wir, daß man in Florenz sogar den Versuch gemacht hat,ihn anzupumpen, wie der nachfolgende in meinem Besitz befindliche Brief nachweist.Er ist geschrieben auf ordinärem Büttenpapier von ehedem, das im Wasserzeichenein Wappen zeigt und darunter den Namen (Zius^. Desto. Das Schriftstück, infranzösischer Sprache, umfaßt 22 Zeilen, von denen durch den Schreiber bei derDurchsicht etwa zehn ausgestrichen sind. Außerdem fehlt es nicht an Korrekturen;trotzdem ist noch mancher Verstoß gegen Schreibung und Form stehen geblieben.Der Wortlaut ist schließlich so zu lesen:
cks suis bleu siss, Nr., (PIS vous SUVS2 oombisu jö suis SU PEIUS cks rsesvoü' lsslsttrss c^ui uis cksvicksrout ou cks rsstsr iei ou cks psrtir sur 1s sluuup. (louuus j'aikait 1u bstiss ck'suvoz-sr tu moitia cks ruou urgent ü in au krörs gui sst rssts malocke«laus 1s ettsiuin pour ioi, il us ins rssts aprsssut gu'uus boAutslls si mockigus guejs ssrois suoors asss^ emliurusss si j'su ckois koirs suoors ckss krais cks voz^UAS, —juZs? ckouo vous msins ooiubisu j'ui 1s ckroit cks ms rskussr uux cksmouckss pssu-uiörss cks mss smis. Votrs trös ukkliAs
(Ich bin recht zufrieden, mein Herr, daß Sie wissen, wie sehr ich in Sorge bin,die Briefe zu empfangen, die mich bestimmen werden, entweder hier zu bleibenoder auf der Stelle abzureisen. Da ich die Thorheit begangen habe, die Hälftemeines Geldes einem Bruder zu schicken, der auf dem Wege nach hier krank liegengeblieben ist, so bleibt mir gegenwärtig nur eine so geringe Kleinigkeit, daß ichziemlich in Verlegenheit sein würde, wenn ich davon noch Reisekosten bestreitensollte; — urteilen Sie also selbst, wie sehr ich das Recht habe, auf das Geldver-langen meiner Freunde nicht einzugehen. Ihr sehr betrübter)
Ort, Datum, Unterschrist fehlen. Aber nicht einen Augenblick kann Zweifelaustreten: der Briefschreiber war Heinrich Heine.