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Die Gesamtfamilie de Laporte in Frankreich und ihre verschiedenenStämme ; Adel, Wappen und Namenschreibung der Familie.
Zu Anfang des sechzehnten Jahrhunderts, mit welchem die Reihe unsererNotariatsurkunden beginnt, finden wir die Familie de Laporte in den Sevennen, der damaligenProvinz Languedoc, im heutigen Departement Gard, Arrondissement le Vigan, Kanton Valleraugue,in sechs zweifellos nahe miteinander verwandte Stämme verzweigt. Zwei derselben bewohntendas unweit le Mazel von stolzer Höhe das Tal des Herault beherrschende, heute in Ruinenliegende Schloss les Pauses und den am Herault gelegenen, nach Notre Dame de la Rouviereeingepfarrten Ort le Mazel selbst. Die Glieder des ersteren, des Stammes vom Schloss les Pauses,die indessen bald nach Beginn des 17. Jahrhunderts wieder aus den Urkunden verschwinden,werden in diesen fast ausschliesslich als „Nobles“ und „Seigneurs de l’Euziere“ bezeichnet. Derzweite Stamm, der von le Mazel, verzweigte sich, wie nachher gezeigt werden wird, demnächstin zwei Aesten nach dem an einer nahen Anhöhe sich hinziehenden, in Valleraugue eingepfarrtenZwillingsort Campredon-Taleyrac. Drei weitere Stämme der Familie wohnten teils in Valleraugueselbst, nämlich in dem damals eine Vorstadt desselben bildenden, heute aber ganz mit ihmverschmolzenen Mas Carles und im Mas du Cros, teils in dem auf einer nahen Höhe sichhinstreckenden Ardailles. Ein sechster Stamm war ebenfalls unweit Valleraugue, in dem zurPfarrei St. Marcel de Fontfouillouse gehörigen Mas de Faveirolles angesiedelt.
Wie ich schon andeutete, ist, zumal bei der geringen Entfernung der sämtlichen inBetracht kommenden Orte von einander, wohl kein Zweifel, dass die sechs gemeinsam denNamen de Laporte führenden Stämme von les Pauses, le Mazel (mit den Aesten von Campredonund Taleyrac), Mas Carles, Mas du Cros, Ardailles und Mas de Faveirolles nahe mit einanderverwandt waren. Da ihre Abzweigung von einem gemeinsamen Hauptstamm jedoch schon ineiner Zeit erfolgt sein muss, aus der uns keine Urkunden erhalten sind, so sind wir nicht in derLage, mit Sicherheit festzustellen, in welcher Weise jene Abzweigung im einzelnen vor sich gingund in welchem der sechs Stämme wir den ursprünglichen Hauptstamm zu suchen haben.Weiter unten werde ich hierüber wenigstens eine Vermutung aufzustellen suchen. Das abersteht unumstösslich fest, — und dies ist für unsere Darlegungen von entscheidender Wichtigkeit —dass der Name aller sechs Stämme in allen Urkunden de Laporte lautet und nie andersgelautet hat.
Bevor ich nun im Besondern zu dem in le Mazel angesiedelten und von da nachCampredon und Taleyrac verzweigten Stamme der Familie, welchem die nach DeutschlandAusgewanderten angehörten, mich wende, möchte ich noch einige allgemeine Bemerkungenüber die Gesamtfamilie de Laporte vorausschicken.
Wie sich aus den Urkunden und speziell aus den Heiratsverträgen und Testamentenergiebt, befanden sich weitaus die meisten Familienglieder für die damalige Zeit in sehr gutenVermögensumständen. Sie lebten als freie Grundbesitzer in ihren eigenen Häusern, welche, wienoch heute, ein herrenhausartiges Aussehen hatten und, jedes für sich alleinstehend, nebst den dazu-
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