Heine und Consovten, 363-
nahm nämlich seine Zuflucht zu einer jährlichen Unter-stütznngspension aus Staatsmitteln, zu einem großen Almosen,welches das französische Volk an so viele Tausende von Fremdenspendete, die sich durch ihren Eifer für die Sache der Revolutionin ihrer Heimath mehr oder minder compromittirt hatten undan dem gastlichen Herde Frankreichs eine Freistätte suchten."
„Unter den Männern, welche auf dieser Pensionsliste figu-rirten, befanden sich Exulanten aus allen Weltgegendcim Flücht-linge aus Griechenland und St. Domingo, Armenien und Bul-garien, ans Spanien und Polen, hochklingende Namen von Baronen,Grafen, Fürsten, Generälen und Exministern, Priestern und Volks-männern, eine Aristokratie von Berühmtheiten des Talentes unddes Unglückes. Aus derselben Kasse des Ministeriums der äußerenAngelegenheiten, aus welcher der Exkönig von Schweden, OberstGustavsohn, Godoy der Friedensfürst und der verdienstvolle Ge-schichtsschreiber Augnstin Thierry ihre Jahresgehalte bezogen,empfing auch der deutsche Dichter die verlangten Hülfsgelder,welche ihm als eine „ulkovntion »imnello cl'imo Pension lio soooui'L"zuerkannt und in Monatsraten von -IM Francs regelmäßig biszum Jahre 1848 ausgezahlt wurden. Die Anweisung dieser Unter-stiitzungsgelder auf die geheimen, keiner öffentlichen Controle aus-gesetzten Fonds findet ihre genügende Erklärung in dem Wunscheder französischen Regierung, sich nicht durch Namensnennung ihrerPensionäre, unter welchen in Dürftigkeit gesunkeneMänner und Frauen des höchsten Ranges waren, einerlieblosen Indiskretion schuldig zu machen. Vielleicht auch wolltesie, wie Heine in einer öffentlichen Erklärung über diese Hülfs-gelder andeutet (Bd. X. S. 152), nicht ostensibel einen Mannunterstützen, der den deutschen Gesandtschaften immer ein Dornim Auge war, und dessen Ausweisung bei mancher Gelegenheitreclamirt worden."
Die geübten Leser müssen ja doch geradewegs in eine übleLaune versetzt werden, wenn sie es offen auf der Hand daliegensehen, wie Heine und sein Biograph dieselben für so alberneTröpfe hält, daß sie diesen abgeschmackten Verdrehungen undAusflüchten Glauben schenken könnten.
1. Die französische Regierung hat, aktenmäßig erwiesen,weitaus nicht in jenem Maße ihre Pensionen an Emigrantenhinausgeworfen, wie es Strodtmann angibt, um den Heine inetwas zu entlasten,
2. denn es waren diese Gaben nicht durch eine edle Ge-sinnung veranlaßt, sondern zu politischen Zwecken verab-reicht.
3. Gaben an politische Schriftsteller (nicht an den„deutschen Dichter", wie Strodtmann angibt, sondern an den