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Zwei Buschmänner
(Börne und Heine)
Entstehung
Seite
347
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Heine und Consorten.

347

Macchiavclli und jetzt noch in Paris hat man diese Wahrheitam tiefsten begriffen. Dieses zur Apologie allerLumpigkeiten, die ich noch Lust habe in diesem Lebenzu begehen."

Wir dürfen den großen Mann mit seinen eingestandenenLumpigkeiten nicht so leicht durchlassen!

1. Ein Mann, der „das Edelste befördert durch Wortund That", darf sich „aus Spaß oder aus Vortheil einigekleine Lumpigkeiten zu Schulden kommen lassen," sagt Heine.

2. Es fragt sich nun, mas Heine als Spediteur (Beförderer)des Edelsten geleistet hat, was er unter dem „Edelsten"verstanden hat, welche Vortheile er aus seinen kleinen Lumpig-keiten gezogen hat, und wie die Grenzlinie aussieht, welche kleineLumpigkeiten von großen Lumpigkeiten scheidet.

3. „Wenn er nur durch diese Lumpigkeiten der großenIdee seines Lebens nicht schadet." — Was ist eine „großeIdee"? Was war die „große Idee" Heines?

4. Wie sehen die „Lumpigkeiten" aus, die „oft sogarlobenswerth sind" und die den Menschen in den Stand setzen,„der großen Idee seines Lebens" desto würdiger zu dienen"?

5. „In Paris, wie zu den Zeiten Macchiavellis hat man'diese Idee am tiefsten begriffen" — — d. h.: da sind dieLumpigkeiten mit den großen Ideen Hand in Hand gegangen!

6. Und diese Apologie hat Heine nicht nur für alle schonbegangenen Lumpigkeiten, sondern auch für alle, die er nochLust hatte in diesem Leben zu begehen, geschrieben!

Hätte je ein Jesuit ein Moralcompendium wie diesesaufgestellt, er wäre zu einer Schandsäule des Jahr-lausends gemacht worden. Woher kommt das? Weilman von einem Jesuiten eine solche Moral nicht und weilman bei Heine keine andere Moral erwarten konnte.Diese Moral soll eine Decke des Lebens sein, sie ist aber leiderzu kurz ; zieht der Besitzer derselben sie hinauf, so schauen untendie Füße (die Grundlage des schmutzigen Wandels),und zieht er sie hinab, die Füße zu decken, so schauen oben dieHände (der schmutzige Handel) heraus. Diese Moral ver-mag sohin das Leben eines Menschen absolut nicht zu decken!

Uebrigens muß man anerkennen, daß in Vertheidigung derLumpigkeit keine Leistung existirt, welche mit dieser Heme'schen