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Zwei Buschmänner
(Börne und Heine)
Entstehung
Seite
244
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244 Heine und Konsorten.

und durchaus nicht räudig, Menzel war ein in seinem Wandeldurchwegs unbescholtener Mann, er war kein Nacht-wandler. Ueber seinen eigenen Wandel hat Heine, obwohler ein großer Freund von Zweideutigkeit gewesen, sich selberso unzweideutig erklärt, daß es bisher noch keiner seinerVerehrer (oder Verehrerinnen) gewagt hat, Heine in dieserRichtung und Selbstzugrunderichtung zu vertheidigen,Menzel war eigentlich ein schöner Mann, er hatte ein freies,ausdrucksvolles Gesicht und einen feinen Teint. Trotzdem hatHeine den Menzel einen räudigen Hund genannt.

5. Dieses nach dem Knoblauchsalon duftende Benehmengibt ein Zeugniß, daß Heine mit seiner angeblichen so-buAutsllE-Behandlung des Menzel gelogen hat. Menzelhatte ihn an der wundesten Stelle getroffen, und Heine hatsich dafür in seiner neu romantischen Weise durch denräudigen Hund" zu rächen gesucht.

6. Diese und sehr viele ähnliche Benehmungsweisen Heineshaben auch den zwar erzradikalen, aber auch sehr genialenJohannes Scherr bestimmt, den Heine (in der Literaturgeschichte)mit dem vier Buchstaben enthaltenden TitelLump" ab-zuthun.

97. Wie Keine die historischen Hhatsachm bezugs Mntritiiat* sehr

bissig abzufertigen sucht. Das jüngste Kpfcr des M'ntritnaks.

Heine fertigt außerordentlich leichtfertig und leichtfertig diese in neuerer Zeit nicht mehr wegleugbare Beschul-digung sehr kurz in folgenden Worten ab:

Eine andere Beschuldigung, die ihnen schon in früherer Zeit,das ganze Mittelalter hindurch bis Anfang des vorigen Jahr-hunderts viel Blut und Angst kostete, das war das läppische, inChroniken und Legenden bis zum Ekel oft wiederholte Märchen:daß die Juden geweihte Hostien stahlen, die sie nnt Messern durch-stachen, bis das Blut herausfließe, und daß sie an ihrem Pascha-feste Christenkiuder schlachteten, um das Blut derselben bei ihremnächtlichen Gottesdienste zu gebrauchen."Die Juden, hinlänglichverhaßt wegen ihres Glaubens, ihres Reichthums und ihrer Schuld-bücher, waren an jenem Festtage ganz in den Händen ihrer Feinde,

* HeinesSalon". Hamburg 1840. 4. Bd., S. 6.