Heine und Consorten.
Verloschen ist der Opferherd,
Erstorben sein Flammengezische,
Und das HohepriesterthumUmringt die Wechseltische.
Die Lehre der heiligen WissenschaftDie will jetzt nimmer floriren;
Das eine Wort aus der Schule blieb,Das goldene Wort: spekuliren.
Nur Einen Cultus behielten sie bei,Die frommen Jsraelskinder:
Sie opfern noch fleißig am BörsenaltarDie guten Schafe und Rinder.
Vom Talmud warfen sie schon über BordDas Fabel- und Zaubergcrümpel,
Sie wackeln auch nimmer im Tempel herum,Wie abgerichtete Gimpel.
Die Predigt tönt jetzt von der Kanzel herab,Die flaue Messiasvertröstung,
Und für seinen schlechten Glauben hatDer Rabbiner gute Verkostung.
Die Thora ist die Geliebte sein,
Die muß er zur Abwechslung küssen?
Sie ist leider schon ein altes WeibUnd steht auf sehr schwachen Füßen.
Auch die Rabbiner fangen an,
Mit einander zu zanken,
Und das Mädchen „Allgöttelei"
Macht ihnen viel böse Gedanken.
Sie predigen nimmer vom Judenthum,Vom starren, verrosteten alten,
Man sieht, wie sie lüstern den Mund zum KußDer jungen Zeit entgegenhalten.
Vor Jehova sind sie Jahrtausende langAls wie die Hunde gekrochen,
Jetzt verlassen sie seinen Dienst,
Und ihr hört sie auf „Gleichheit" pochen.
Sie kriechen auch vor den Goyim nicht mehr,Wie sie es von jeher pflegten,
Und schreien beim großen Lärmen mit,
Mit dem wir die Welt bewegten.