214 Börne und Consorten,
Eben kommt uns während der Correktnr ein neuer Beweiszu Händen, wie mit diesen dummen, deutschen Goyim eigentlichgar nichts anzufangen ist, wie sie trotz der höchst liebreichenund väterlichen Ermahnungen ihres wohlwollenden FreundesBörne seit 50 Jahren sich eher verschlechtert als gebessert haben.Wir ersehen dieses aus einer Nachricht im Wiener „DeutschenVolksblatt" vom 4, Januar 1891, welche wörtlich lautet:
„Was ist die Ausgabe des israelitische« LehrersHört Ihr's,Goyim, der orthodoxe „Israelit", Centralorgan für das orthodoxeJudenthum, lehrt es Euch, Die Aufgabe des jüdischen Lehrersist: „Der Retter (!) seiner deutschen uichtjüdischeu Brüder (!) zuwerden, sie zu schützen vor sittlichem Schaden, sie zu bewahrenvor Schmach und Schande (!)." Ihm fällt die große Aufgabe zu:„Dem Ausbruch einer sittlichen Krankheit (den Anti-semitismus) seiner Brüder l!) wirksam entgegenzutretenund einen großen Theil des deutschen Volkes vor Schadenan Geist und Seele, an Moral nnd Sitte zu bewahren,"
Wir fragen, kann es eine größere Frechheit geben, als die, denJudenlehrer als Erzieher des deutschen Volkes hinzustellen? Unddies thut das „Eentralorgan des Jndenthums", Volk, werdeendlich wach!" —
So das „Volksblatt",
Schon Börne wollte Deutschland von seiner Dummheit be-freien, es ist dem großen Manne, dem Wunder des 10, Jahr-hunderts, dem kleinen Habakuck leider nicht gelungen. DieseDeutschen werden immer noch dümmer und dümmer. Nunkommt auf den Reformer Börne ein Orthodoxer, das ist derHerr Rebb Pimpeles; er will die deutschen Brüder rettenvor Schaden an Geist und Seele, an Moral und Sitte be-wahren, weil sie einer sittlichen Krankheit (also gibt esauch unsittliche Krankheiten) anheimgefallen sind! Wie sanftund milde ist der Rebb Pimpeles gegen Börne, der jeden vondiesen Kranken gleich ins Narrenhaus oder ins Gefängnis;werfen wollte! Die Zeiten haben sich geändert.