Börne und Consorten,
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Doch zudecken will ich dich mit beschmutztem Papier,
Mit meinem Buch, — wo ich siebe ober dir.
Blätter will ich sammeln mit Fleiß und Müh',
Gerissen aus deiner Biographie;
Zum Kranz will ich sie schlingen kraus und dicht,
Und Lorbeern — sind diese Blätter nicht!
Mein Witz flechtet Stacheln und Dornen hinein.
Das soll deine Leichenkrone sein.
Das, was einst der Freund den. Freunde erzählt,
Das wisse von nun die ganze Welt;
Ich steige hinab in dein Lcbenshaus
Und räume dort alle Cloaken aus.
Das wird eine Herkulesarbeit sein —
Ich wasche davon mich nimmer rein.
So eine Plage im Augiasstall,
Das ist doch ein Opfer als Freund und Special.
Schon hör' ich die Welt, laut rufet sie-
„Herr Herkules Heine, sie sind ein Genie!"
Der weitere Verlauf dieses Heine-Börne-Dramas imangezeigten „Deutschen Hiob", von S. 42 bis S. 83.
87. Keines exorbitante Selbstüberschätzung auch »an seinen ^obrednerneingestanden.
Um den Beweis zu liefern, wie wir in unserem Urtheilüber Heine dem Börne gegenüber nichts weniger als parteiischgewesen sind, wollen wir Stellen aus dem Biographen Heines,Strodtmann, über diese Affaire anführen. Strodtmann hatzwei Bände zur Verherrlichung Heines geschrieben.*
„Heine hatte sich in „unmotivirten galligen Schmähungen"über Gutzkow und dessen vermeintliche Satelliten ergossen. ImGefühl, wie weit er seinen Feinden überlegen sei, rief er ans(XX. S. 249j- „„Mögen Sie sich immerhin einbilden, ichfürchte sie — ein Centner Arsenik fürchtet ein LothGrünspan."" — Das Vollmast seines Ingrimms, seines eigenenGiftes hat Heine hier drastisch selber angegeben."
„Die Spurei, solcher mastlosen Verbitterung trägt vor AllemHeines Denkschrift über Börne. In diesem Buche entlädt sich einseit Jahren angehäufter Groll des Poeten wider die einseitig poli-tischen Revolutionäre, als deren typischer Repräsentant ihm Börneentgegentrat.
* „Heines Leben", von Strodtmann. Berlin, Duncker, 1874. 2 Bde.