Druckschrift 
Zwei Buschmänner
(Börne und Heine)
Entstehung
Seite
45
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Börne und Consorten, 15

Schlagend sagt über die Lefsingverhimmelung Dühring („Die^ Judenfrage", Karlsruhe 1881, 2. Auflage, S, 58):

„Diese echt jüdische Höchststelluug Lessiugs kann nicht mehrj auffallen. War dach der Jude Börne von dem Recht des Juden-thums auf eine nicht einmal literarisch anzutastende Herrschastübervoll. In einer hinterhaltinen und das Publikum irreführendenRecensiou eines gelehrten Werkes über das Judeuthum (vonL, Holst, Mainz 1821) machte er dem Verfasser desselben eineErklärung, welche noch heute für das Judenverhalten> bezeichnend ist. Er führte ihm nämlich zu Gemüthe, daß er(Börne) noch die Zeit zu erleben hoffe, wo jede solche auf-- rührerische Schrift gegen die Juden ihren VerfasserI entweder ins Zuchthaus oder ins Tollhaus bringen' würde." Börne starb 1837. Im Jahre 1881 sind aber diesefrommen Wünsche der Judenraee trotz der seitdem gewaltiggestiegenen Macht noch unerfüllt geblieben, verlautbaren sich jedochschon im unmittelbarsten Ruf nach dem Büttel." — —

In der That, da haben wir eine gefangene Ratte inder Falle! Diese Ratte ist nicht der große Apostel modernerFreiheit, Börne, sondern nur sein und der Seinigen offenausgesprochener Herzenswunsch, Jeden ins Zuchthaus oder insTollhaus zu bringen, der so tollkühn ist, gegen die Juden-herrschaft noch eine Verwahrung einzulegen.

Christenverdummnng, Christenverknechtung ,Christenverachtung! — Lautlos sollen die Goyim bleiben,Leiden und Schweigen sei ihr Loos!

1<i. Wie Mrve den Schiller einen Gumpen schimpft, und choctljcund Schiller ljcraöreisst, weil sie lici der französischen Uevolntion nichtmitgezählt ljaöen.

III. 375:

„Haben Schiller und Goethe das Recht, auf das Volk, demsie angeboren, so stolz herabzusehen? Sie weniger als Einer.Sie haben es nicht geliebt, sie haben es verachtet, sie haben fürihr Volk nichts gethan. Aber ein Volk ist wie ein Kind, manmuß es belehren, man kann es schelten, strafen, doch soll man nurstreng scheinen, nicht es sein, man soll den Zorn auf den Lippenhaben und Liebe ini Herzen. Schiller und Goethe lebten nurunter ausgewählten Menschen, und Schiller war noch ein schlim-merer Aristokrat als Goethe. Dieser hielt es mit den Vornehmen,den Mächtigen, Reichen, mit dem bürgerlichen Adel- Schilleraber zechte mit dem Adel der Menschheit an einem kleineu Tischchen,