Börne und Consorten,
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S. Wie Wörne in seiner tal'mndischen Wntlj gegen das Kljristenthumdas 19. Jahrhundert erröthen läßt, weil es das Khristcnthumnoch nicht vernichtet hat.
Die Freimaurerei, die in ihrem Kampfe zuerst und zu-nächst den Sturz der Kirche und den Sturz der Könige sichvorgesetzt, wird 1811 von Börne (II. S. 264) mit einer be-sonderen Lobhymne (in Prosa) angesungen. Es ist mit Händenzu greifen, wie gerade hier die ganze Wnth gegen die Kirchesich wendet: sie hat den Zankapfel unter die Völker geworfen, sieden Unfrieden gestiftet, sie die Nationen durcheinander-gehetzt. Der Religion haben sich die Priester bemächtigt;Börne declarirt seine Freude über die Logenarbeiten mit fol-genden Worten:
„Das Heiligste, was die Erde und der Himmel trägt, dasschönste Gut, das der Mensch besaß, stahlen sie frech, warfen eshin auf den Kampfplatz, und die Flamme des Krieges loderte vonNeuem auf. Was war jenes Heilige, das dem Blödsinn zur Foliedienen mußte? Wie hieß das Göttliche, das der Mensch zumWetzstein seiner Bosheit herabwürdigte? Wie hieß es? Keinerfrage mich darnach. Ich weiß es wohl, doch darf ich es nichtsagen. Ich mag in diesem Hans des Friedens und der Freude(in der Loge) das Wort nicht aussprechen, das wie ein böserZauber den Vorhang vor einer blutigen Vergangenheit hinwcg-zieht, ich mag das Wort nicht nennen, das in wenigen Silbendas Schrecklichste bezeichnet, den Mord, den Mörder, und denGemordeten zugleich." —
Als Jude und Maurer entleert hier Börne seine Gallegegen das Christenthum, plätschert dann in seiner Maurer-rede noch in dem gewöhnlichen Logenphrasengewässer von Lichtund Weisheit herum und kommt zu dem Schlüsse:
„Meine Brüder, wann wird der Tag erscheinen, den alleMaurer mit Einem Herzen begrüßen? Wann geht der Mittagauf, der uns zur gemeinschaftlichen Arbeit führt, und wann brichtdie Nacht heran, wo alle beide Arm in Arm entschlummern? Erwird kommen, der Tag des Lichtes! Mögen immerhin Pygmäen-gesinnungen in einen Kampf sich einlassen, mit dem Riesengeistder Wahrheit: wir lächeln — und sind des Sieges gewiß.Doch — auch die Wunde des Siegers schmerzt. Darum, meineBrüder, laßt uns mit lindernder Hand Balsam träufeln in dieWunde der siegenden Wahrheit, damit, wenn man das 19. Jahr-hundert nochmal erröthen steht, man sagen möge: Die Farbe