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Heinrich Heine
Entstehung
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Angriffe

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den vier verhaßten Dingen das Kreuz mit Bier, Tabak undHundegebell zusammenstellt. Auch die Sittlichkeit soll der Dichtermit Füßen getreten haben. Man wird zugeben, daß viele seinerGedichte und Schriften in geschlechtlicher Beziehung einen un-erfreulichen, abstoßenden Zynismus bekunden. Aber auch damitsteht er nicht allein. Größere als er haben der Zote gehuldigt,und es gibt Gedichte von Goethe, die noch heute in die Volks-ausgaben nicht aufgenommen werden können.

Der Historiker kennt und vermerkt diese unerfreulichen Zügeder anderen Dichter wohl, aber in keinem Fall werden sie dazubenutzt, um ihr gesamtes Schaffen zn verwerfen, um es als vater-landsfeindlich, unsittlich und gotteslästerlich hinzustellen. Man be-trachtet sie als Ausdruck eines vorübergehenden Mißmutes, alseinen Tribut an zeitliche Strömungen, im schlimmsten Falle alsvereinzelte Entgleisungen. Heine werden solche mildernde Umständenicht zugebilligt, vielmehr werden seine Angriffe auf Staat, Religionund bürgerliche Moral als der Ausfluß eines Prinzips dargestellt,als Ausfluß des Judentums, das alles Bestehende verneint. Manbetrachtet ihn nicht als einzelne Persönlichkeit, sondern als denVertreter einer anderen Rasse, und einer anderen Religion, die dasChristentum und das Deutschtum bekämpft, ja bekämpfen muß. Eshandelt sich dabei nicht um einen Antisemitismus, der die Urteils-kraft verliert, sobald das WortJude" ausgesprochen wird, sondernin der Tat nahm das aufstrebende Judentum in Deutschland znBeginn des 19. Jahrhunderts eine staatsfeindliche Haltung ein.Es hatte durch die französische Revolution bedeutende Vorteileerlangt und durfte hoffen, durch eine weitere Revolution noch mehrzu gewinnen. Gestützt ans eine Reihe bedeutender geistiger Leistungen,die seine Reife erwiesen, suchte es in den Staat und in die Ge-sellschaft einzudringen. Da die historischen Einrichtungen zu seinerAufnahme unfähig waren, so forderte es deren Umwandlung imSinne der Vernunft, d. h. die Revolution, den Bruch mit derGeschichte, ohne daß dieser unbedingt durch die Gewalt der Fäusteherbeigeführt werden sollte. Die Eingliederung des Judentums in