Zur Ollca
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Aufhöreus der Persönlichkeit, aber Trost bot ihm der Glaube nur,weil er in dieser zweiten Welt das Ende seiner Leiden erwartete.In dem Fragment „Bimini" sucht der spanische Ritter das Landder Verjüngung, aber
Während er die Jugend suchte,ward er täglich noch viel älter,und verrunzelt, abgemergeltkam er endlich in das Land,
in das stille Land, wo schaurigunter schattigen Chpressenfließt ein Flußlein, dessen Wassergleichfalls wundertätig heilsam —
Lethe heißt das gute Wasser!
Trink daraus, und du vergißtall dein Leiden — ja, vergessenwirst du, was du je gelitten —
Gutes Wasser! gutes Land!
Wer dort angelangt, verläßt esnimmermehr — denn dieses Landist das wahre Bimini.
Das Aufhören des blinden Willens zum Leben, das Ende derPersönlichkeit, die zum Leiden verurteilt ist, das Eingehen in diegroße Selbstvergessenheit, das ist das einzige, letzte und höchste Ziel.Schopenhauers Lehre war auf ein Geschlecht zugeschnitten, das denZwiespalt zwischen der Erkenntnis der Nichtigkeit des Lebens unddem Willen zum Leben nicht überwinden konnte. Der Philosophwie der Dichter fanden aus dem romantischen Konflikt keinen Ausweg.
Heines letztes Werk, die „Vermischten Schriften", waren schonein Jahr nach dem „Romanzero", also 1852, druckfertig. DasErscheinen wurde aber damals infolge von Campes schmählichemFeilschen verhindert, und erst nach zwei Jahren gelang eine Ver-ständigung zwischen Autor und Verleger. In der Zwischenzeitwurde manches Stück, dessen Aufnahme in die Sammlung ursprüng-lich geplant war, zurückgelegt, andre und umfänglichere dagegenhinzugefügt, so daß die zwei Bände von 1852 allmählich zu drei