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Heinrich Heine
Entstehung
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XX. Der Z II s a III IN e II b r II cb

ls der Dichter nach Paris zurückkam, mußte er damit rechnen,daß die Tage seines reichen Onkels Salomon gezählt seien. Inder letzten Zeit hatte er verhältnismäßig gut mit ihm gestanden.Ende der dreißiger Jahre war der letzte ernsthaftere Konflikt bei-gelegt worden, seitdem lebten sie in bewaffneter Neutralität. Beidem ersten Besuch des Dichters in Hamburg wurde er von demAlten sehr freundlich aufgenommen, bei dem zweiten war die Stim-mung weniger günstig, doch setzte der Neffe dies ans Rechnung derbeginnenden Krankheit. Ende Dezember traf die Todesnachricht inParis ein. Unter ihrem unmittelbaren Eindruck schrieb Heine anseine Schwester:Obgleich ich auf den Fall gefaßt war, erschüttert ermich doch so tief, wie mich seit dem Tode meines Vaters noch nichtsbewegt. . . Dieser Mann spielt eine große Rolle in meiner Lebens-geschichte und soll unvergeßlich geschildert werden. Welch ein Herz!Welch ein Kopf! Über seine letzten Verfügungen bin ich längst ohneBesorgnis; er hat mir selbst genug davon gesagt oder deutlich an-gedeutet. Ich gäbe meinen letzten Schilling darum, wenn ich ihn nurfünf Jahre oder auch nur drei Jahre länger hätte behalten können;ja die Hälfte meiner übrigen Lebensjahre würde ich darum geben."

Die Pension von viertausendachthundert Franken, die derOnkel ihm selbst in der Zeit der größten Spannung nie ge-schmälert hatte, glaubte er durch den Tod des Schenkers in keinerWeise gefährdet; er nahm an, daß sie testamentarisch sichergestelltsei. Wie schmerzlich war seine Überraschung, als sich bei der Er-öffnung des letzten Willens herausstellte, daß er wie seine beidenBrüder nur mit einem bescheidenen Legat von achttausend MarkBanko bedacht war, während von der Pension überhaupt nichtdie Rede war. Der Universalerbe Karl Heine, der Besitzer vondreißig Millionen, fühlte sich nicht gemüßigt, die geringe Rentefreiwillig fortzuzahlen, ja selbst an die Auszahlung des kümmer-lichen Vermächtnisses schien er die Bedingung zu knüpfen, daß

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