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XIX, Deutschland
Die Wetterwolken zogen sich damals drohend über dem Pariser„Vorwärts" zusammen, und es ist schon denkbar, daß sich derVerfasser der „Lobgesänge auf Ludwig I." und des „Kaisersvon China" sowie anderer Gedichte gegen Friedrich Wilhelm IV.mit Recht in Deutschland nicht sicher fühlte, nicht einmal aufdem Gebiet der freien Hansestadt Hamburg. Der König selbstbewies zwar eine unverwüstliche Vorliebe für Heines Gedichte,selbst für die ärgsten Spottverse ans Preußen, aber von seinenweniger kunstsinnigen Ministern konnte man schon einen Über-griff auf den Boden der Elberepnblik erwarten. Das Erscheinendes „Wintermärchen" trug nicht dazu bei, die Lage des Ver-fassers zu verbessern. So nahm er Abschied von den Seinen.Zum letztenmal! Weder die Mutter noch Deutschland sollte erwiedersehen. Um nicht mit der preußischen Polizei in unlieb-same Berührung zu kommen, wählte er den Seeweg nach Amster-dam. Die Strecke nach Paris konnte er teilweise schon mit derEisenbahn zurücklegen. Eine neue Zeit war angebrochen!
Am 14. Oktober war er wieder mit Mathilde vereint. AlsEntschädigung für die lange Trennung kaufte er ihr ein „wunder-prächtiges Stammbuch, ein Album, wie sie es sich längst gewünscht",in das er die bekannten Verse einzeichnete:
Hier, auf gewalkten Lumpen, soll ichmit einer Spule von der Ganshinkritzeln ernsthaft halb, halb drollig,versifizierten Firlefanz —
Ich, der gewohnt mich auszusprechenaus deinem schönen Rosenmund,mit Küssen, die wie Flammen brechenhervor aus tiefstem Herzensgrund!
O Modewut! Ist man ein Dichter,quält uns die eigne Frau zuletzt,bis man, wie andre Sangeslichter,ihr einen Reim ins Album setzt. sl, 410.)