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Heinrich Heine
Entstehung
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537
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Das Wintermärchen

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Dichter in das radikale Fahrwasser geraten. Er wollte nicht nur, wiedas bei ihm üblich war, nach demBörne" und derLutetia"die Fühlung nach links wiederherstellen, er wollte nicht nur denRepublikanern, die ihm diese Werke nicht vergaßen, wieder etwasAngenehmes sagen, sondern er ging mit fliegenden Fahnen in ihrLager über und machte sich ihre Ansichten über Deutschland zueigen. Er war durch das Verhalten der preußischen Regierunggereizt, der er schon seit dem Fehlschlag seiner Zeitungsplänegrollte. Sie hatte jetzt durch kleinliche Schikanen ihm die Reiseerschwert, und Heine war kein Mann, der einen Nadelstich nichtdurch einen Dolchstoß vergalt. Das ganze Gedicht ist von derWut gegen Preußen erfüllt, die am Schluß einen mächtigen Aus-druck in der Drohung gegen Friedrich Wilhelm IV. findet:

Beleidige lebendige Dichter nicht,sie haben Flammen und Waffen,die furchtbarer sind als Jovis Blitz,den ja der Poet erschaffen.

Beleid'ge die Götter, die alten und nen'n,des ganzen Olymps Gelichter,und den höchsten Jehovah obendreinbeleid'ge nur nicht den Dichter!

Die Götter bestrafen freilich sehr hartdes Menschen Missetaten,das Höllenfener ist ziemlich heiß,dort muß man schmoren und braten

Doch Heilige gibt es, die aus der Glutlosbeten den Sünder; durch Spendenan Kirchen und Seelenmessen wirderworben ein hohes Verwenden.

Und am Ende der Tage kommt Christus herabund bricht die Pforten der Hölle;und hält er auch ein strenges Gericht,entschlüpfen wird mancher Geselle.

Doch gibt es Höllen, aus deren Haftunmöglich jede Befreiung;hier hilft kein Beten, ohnmächtig ist hierdes Welterlösers Verzeihung.