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XIX. Deutschland
Vestalcn gab' es in München sogar,die Schwaben hießen Quirlten!
Der Hengstenberg war' ein Haruspexund grübelte in den Gedärmenvon Ochsen. Neandcr war' ein Augur,und schaute nach Bögclschwärmen.
Birch-Pfeiffer söffe Terpentin,wie einst die römischen Damen, —
(man sagt, daß sie dadurch den Urinbesonders wohlriechend bekamen).
Der Ranmer wäre kein deutscher Lump,er wäre ein röm'scher Lumpacius.
Der Frciligrath dichtete ohne Reim,wie weiland Flaccus Horatius.
Der grobe Bettler, Vater Jahn,der hieße jetzt Grvbiauus.ille bereute! Maßmann spräche Latein,der Marcus Tullius Maßmanus!
Die Wahrheitsfreunde würden jetztmit Löwen, Hyänen, Schakalensich raufen in der Arena, anstattmit Hunden in kleinen Journalen.
Wir hätten einen Nero jetzt,statt Landesväter drei Dutzend.
Wir schnitten uns die Adern auf,den Schergen der Freiheit trutzend.
Im nächtigen Wald hält er den „Mitwölfen" eine feierlicheAnsprache, in der er versichert, daß er stets einer der Ihrengewesen und künftig sein werde, daß er sich den Schafpelz nur ge-legentlich umgehängt habe, „um sich zu wärmen". Das ist eineAbsage an die politische Haltung der „Lutetia", ein Verzicht aufden aristokratischen Künstlerstandpunkt des „Atta Troll" und eineglatte Kapitulation vor den Republikanern. Was Heine in dem„Wintermärchen" vorbringt, ist so, daß es nur bei der äußersten LinkenZustimmung finden konnte. Das Gedicht ist so scharf wie nur dieschärfsten Zeitgedichte, die er den Pariser Flüchtlingsblättern gelieferthatte. Durch den Umgang mit Rüge und Genossen war der