Atta Troll
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in der Gestalt des Bären verbunden habe. Er selbst erklärte, alsdie Mutter ihn fragte, ob sein Atta Troll einen „Emanzipations-juden" darstelle, daß seine Satire sich gegen die „menschlichenLiberalismusideen" richte. Er hat ihr also einen sehr weitenSpielraum gegeben, und so verkörpert sein Bär nicht nur einenSänger der Tendenzpoesie, sondern den Zeitgeist überhaupt, derin allen möglichen Schattierungen schillerte und in den ärgstenGegensätzen ausstrahlte. Er war reaktionär und fortschrittlich zugleich,er war freigeistig und gläubig, er war sozialistisch und bürgerlich.Wenn der Zeitgeist diese Extreme vereinigte, so mußte es Atta Trollauch tun, wenn er dessen gertreues Spiegelbild werden sollte.
Die Handlung des kleinen Epos ist ungemein einfach. DerBär und seine Mitgefangene Gattin tanzen auf dem Marktplatzeines kleinen Pyrenäenortes zur Belustigung des Publikums. Erreißt sich von der Kette los und flüchtet in die Berge zu denSeinen. In mehreren Gesängen setzt er seinen Söhnen seinpolitisches und religiöses Programm auseinander, predigt ihnenewigen Haß gegen die Menschen und gibt ihnen eine ergreifendeProbe seiner Tanzkunst. Aber man setzt dem Flüchtling nach. DerDichter macht sich in Begleitung eines berühmten Bärenjägers,des Laskaro, des „toten Sohnes der Hexe", auf, um den Bärenzu erlegen. Sie verbringen die Nacht in der Hütte der Hexe undam nächsten Morgen jagt der Jäger dem überlisteten Atta Trolldie tödliche Kugel in die Brust und wird dafür von dem Präfektenals „Pyrenäen-Lafayette" gefeiert. Die Mumma wandert in denPariser Zoologischen Garten und tröstet sich dort mit einem russischenEisbären über den Verlust des treuen Gatten. Er selbst erhält einDenkmal in der Walhalla mit der Inschrift:
„Atta Troll, Tendenzbär; sittlichreligiös; als Gatte brünstig;durch Verführtseiu von dem Zeitgeist,waldursprünglich Sanskülotte;
„sehr schlecht tanzend, doch Gesinnungtragend in der zott'gen Hochbrust;
Wolsf, Heine 33