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Heinrich Heine
Entstehung
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507
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Atta Troll

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Gelüste, „mit den alten Traumgenossen herumzutummeln im Mond-schein", und er verfaßte den „Schwanengesang der untergehenden,vielleicht schon untergegangenen Knnstperiode".

Im Herbst 1842 konnte er das Gedicht Cotta zum Abdruck im„Morgenblatt" anbieten. Da jedoch sein Freund Laube damals wiederdie Redaktion der „Eleganten Welt" übernahm, zog er es vor, den„Atta Troll" diesem zu überlassen, um der Zeitschrift einen „sehrgroßen Schwung" zu geben, obgleich er befürchtete, Cotta durch dieAbsage zu verletzen und „wichtige Interessen zu sakrifizieren". Er hieltsehr viel von diesem Heldensaug, er war nach seiner Ansicht das Be-deutendste, das er je geschrieben, „Zeitbeziehungen in Fülle, keckerHumor, obgleich in morgenblättlicher Mäßigung, und es wird für dasPublikum gewiß ein Evenement sein". In den ersten Monaten des Jahres1843 erschien „Atta Troll", der Buchabdruck verzögerte sich um mehrereJahre. Heine hatte viel Material in Rücksicht auf Cotta und den Zensorzurückbehalten, durch dessen Verwertung in der Buchausgabe er den„Mangel an Zusammenhang" und das „Zerstückte" beseitigen wollte.Doch die Stimmung für die Arbeit blieb aus, Campe drängte, so be-schränkte sich der Dichter in der Hauptsache darauf, ein Kapitel zustreichen und die Widmung an Varnhagen hinzuzudichten. Er tröstetesich damit, daß das Publikum sich mit einem notdürftig geründetenGanzen begnügen und das Fehlen des Knotens nicht bemerken werde.Es war gewiß gut. Eine Dichtung wie „Atta Troll" läßt sich nichtnachträglich korrigieren; sie muß hingenommen werden als ersterglücklicher Wurf mit ihren Vorzügen und Gebrechen.

Der politische Umschwung, der mit dem Thronwechsel in Preußenbegann, äußerte seinen Einfluß auch auf die Dichtung. Die Lyrikwurde politisch und stellte sich in den Dienst der vaterländischenSache. Sie folgte auch hierin dem Vorbilde des Auslands, be-sonders dem Thomas Hoods in England, Barangers in Frankreich,die beide ihr Lied als politische Kampfmittel gebrauchten. Dieneue Richtung verwarf das Prinzip der Romantiker 1'a.rt xouri'arl und verlangte von der Dichtung die Vertretung nichtpoetischer,nach ihrer Ansicht aber höherer Interessen.