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Heinrich Heine
Entstehung
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XVIII, Lutetia

Selbstgenügsamkeit, die innere und die äußere Ruhe; sie lieben denKrieg des Krieges wegen; selbst im Frieden ist ihr Leben eitelKampf und Lärm; die Alten und die Jungen ergötzen sich gernam Trommelschlag und Pnlverdampf, an Knalleffekten jeder Art,"

Unter diesen Umständen hat die Völkerversöhnung herzlich wenigAussichten, Auch dieses Ideal Heines ist recht verblaßt. Er be-schränkt sich auf die Feststellung, daß eigentlich niemand in diesemkriegliebenden Volke den Krieg gegen Deutschland wolle, daß dieFranzosen zwar gern die Rheingrenze besäßen, aber nur zu ihremeignen Schutz, und er berichtet „die kleinsten Umstände, welche vonder Sympathie zeugen, die ich in betreff Deutschlands bei denfranzösischen Staatsmännern finde". Er ist sehr genügsam geworden.Der Saint-Simonismus ist ihm jetzt ganz gleichgültig. Es ent-lockt ihm kein Bedauern, daß diese „Theorie eines sozialistischenAmateurs" durch die Propaganda der Tat weggespült wird, under verhöhnt nur seine einstigen Freunde, die Saint-Simonisten, diejetzt in gut bezahlten Jndnstriestellen sitzen oder einträgliche Theater-stücke schreiben. Über Napoleon, seinen einstmaligen Abgott, denktHeine noch kühler. Gewiß, der Kaiser repräsentierte das „jungeFrankreich dem alten Europa gegenüber", aber er hatte auch seine„Schattenseiten". Er besaß nur Scharfblick für die Vergangenheitund Gegenwart, aber er war „stockblind für jede Erscheinung, inder sich die Zukunft ankündigte". Thiers hatte es damals durch-gesetzt, daß die Gebeine des Helden von St. Helena nach Frankreichüberführt wurden. Das Nationalgefühl wallte bei den alten Er-innerungen mächtig empor, die Bonapartisten suchten das Ereignisfür ihre Parteizwecke auszunutzen und Unruhen wurden befürchtet.Was hat Heine dazu zu bemerken? „Ich wollte, der Mann lägeschon ruhig unter der Kuppel des Jnvalidendoms, und wir hättendie Leichenfeier glücklich überstanden." Das war alles, was er zuEhren seines einstigen „weltlichen Heilandes" zu sagen hatte. Erhofft, daß es dem Milirär gelingen werde, die innere Ruhe zu sichern.

Der Dichter will Ruhe haben, Ruhe um jeden Preis, selbst mitHilfe der Bajonette des Marschall Soult. Nur keine Veränderungen!