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XVII. Novellistik
Phantasie seiner Hörer verlassen, wenn diese sich nur auf seineWorte verlassen können, „Ritter Olaf" ist die wertvollste undvollendetste der Romanzen, ihr nahe stehen „Begegnung" und „FrauMette". Leider aber wird das eine durch den schwächlichen, dasandre durch den ironischen Schluß gestört. Daneben enthält dieAbteilung auch viel Minderwertiges, ja Wertloses. Ein Gedichtwie die „Unbekannte" (16) gehört in eine Bierzeitung; es lohntsich nicht, darüber zu reden. Auch die vier ersten Stücke der „Unter-welt" stehen kaum höher. Eine Offenbachiade vor Offenbach, diedurch deutliche, recht witzige Anspielungen auf das eheliche Glückdes Verfassers und durch eine nicht sehr geistvolle Parodie vonSchillers „Klage der Ceres" gewürzt wird, im ganzen eine schwäch-liche Reimerei, die aber wie die gesamte Lyrik dieser Epoche inder Sehnsucht nach der besseren Vergangenheit und in Bitterkeitüber die Gegenwart ausklingt:
Zuweilen dünkt es mich, als trübegeheime Sehnsucht deinen Blick —ich kenn' es wohl, dein Mißgeschick:verfehltes Leben, verfehlte Liebe!
Du nickst so traurig! Wiedergebenkann ich dir nicht die Jugendzeit —unheilbar ist dein Herzeleid:verfehlte Liebe, verfehltes Leben!