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XVII, Novellistik
aber diese Sehnsucht ist nicht politisch, kein eigentliches National-gefühl, sondern rein künstlerisch. Es ist das Verlangen nach derLyrik, die ihm früher gelang, nach der Jugend, nach der Romantik,kurz nach all den Gefühlswerten, die sich nicht exportieren ließen.Heine mag über seine Empfindung spotten, die Empfindung behältdoch Recht:
Dem Dichter war so wohl daheime,in Schildas teurem Eichenhain!
Dort ivob ich meine zarten Reimeaus Vcilchendnft und Mondenschein.
Die Sehnsucht nach der blauen Blume war nicht auszurotten,weder durch die Theorie des Saint-Simonismus noch durch diePraxis der Einrissen und Hortensen. Sie ist das Gefühl, das alleandern in der Brust des Dichters überdauert.
Die „Verschiedenen" enthalten noch die ziemlich geist- undwitzlosen „Schöpfungslieder", drei Sonette an Friederike Robert— da sie tot war, konnte sie sich über die Gesellschaft, in die siegeraten war, nicht mehr empören — und die drei Lieder der„Tragödie".
Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht,er fiel auf die zarten Blanblümelein,sie sind verwelket, verdorret.
Ein Jüngling hatte ein Mädchen lieb,sie flohen heimlich von Hause fort,es wüßt' weder Vater noch Mutter.
Sie sind gewandert hin und her,sie haben gehabt weder Glück noch Stern,sie sind verdorben, gestorben.
Das Gedicht ist, wie der Dichter selbst angab, ein Volkslied,das er am Rhein gehört hatte. Sein Verdienst wird dadurchnicht geringer, weil er diese Perle der Volkspoesie nur auflasund ihr in den beiden Gedichten „Entflieh mit mir und sei meinWeib" und „Auf ihrem Grab, da steht eine Linde" einen würdigenRahmen schuf.
Einen sehr zwiespältigen Eindruck macht die dritte Abteilung