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Heinrich Heine
Entstehung
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466
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VII, Novellist!!

daß der Mißerfolg gerade in jenem Jahr eingetreten war. Mandarf die Äußerung wohl auf den „Schnabelewopski" beziehen.Von seinem großen Plan blieben wieder nur einige „Romanstücke"übrig, die 1834 mit andern in eine Sammlung, den „Salon",hineingeschmissen wurden.

Das Werk steht unter dem Einfluß von Byrons „Don Juan".Wie dort die erste Ausfahrt und die Liebesabenteuer eines spanischenJünglings berichtet werden, so hier die eines polnischen, nur fehltbei Heiue der Schimmer der Romantik, den Spanien, das Mittel-meer und Griechenland um das Haupt von Byrons Helden weben.Statt dessen herrscht der Realismus des Nordens in seiner ganzenDerbheit. Aber dieser Realismus darf nicht darüber täuschen, daßSchnabelewopski der typische romantische Held ist, der wie alleHelden romantischer Romane nichts zu tun hat, als durch dieLänder zu bummeln, zu lieben und zu erleben. Er erzählt seinenAbschied aus Polen, seine Abenteuer in Hamburg, Amsterdam undLeyden. Seine Erlebnisse bewegen sich in einer sehr niederen Sphäre,was er liebt, gehört zu der untern, ja zu der untersten Hefe derWeiblichkeit. Wie alle Romantiker trägt er natürlich eine unglück-liche große Liebe in der Brust zu einer Jadviga, von der er abernur in seinen Träumen Gebrauch gemacht. Schnabelewopski träumt,so wunderschöne Sachen, so duftende Märchen, wie sie nur EichendorffsTangenichts oder der Held der „Harzreise" träumen, während ersein Leben mit Hamburger Dirnen verbringt oder dicke Wirtinnenliebt, damit sie eine gute Suppe kochen. Zwischen seiner innerenund äußeren Existenz klafft der übliche große Riß der Romantik.Der Held des Fragments ist wie der Dichter selbst ein in denRealismus verirrter Romantiker. In Leyden speist er an einemMittagstisch internationaler Studenten. Ist das Essen gut, sowird die Allgüte Gottes nicht in Frage gestellt; ist es schlecht, sostreiten sie sich um die Existenz Gottes. Es kommt darüber zueinem Duell zwischen einem Gottesleugner, einem langen Holländer,und dem kleinen Simson.

„Da letzterer trotz seiner schwachen Ärmchen ganz vortrefflich stieß, so