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Heinrich Heine
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Schnabelewopski

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wissen nicht, wann es enstanden ist. Die erste Anregung bot demDichter seine eigne kurze Reise nach Polen, die er in Gesellschaftseines damaligen Freundes, des Grafen Breza, von Berlin unter-nahm. Doch ist es ausgeschlossen, daß der „Schnabelewopski" ineine so frühe Zeit zurückgeht. Die Schilderung Hamburgs entsprichtetwa der der „Reisebilder". Auf seiner Rückkehr von England1827 war Heine zu einem kurzen Aufenthalt in Holland gewesen.Vor diesem Zeitpunkt darf das Werk nicht angesetzt werden. AufGrund seiner italienischen Erlebnisse versuchte sich der Dichter aneinem satirischen Zeitroman. Was davon ausgeführt ward, fandin den „Bädern" und der „Stadt Lucca" Verwendung. DerVersuch als Ganzes scheiterte. Aber der Dichter ließ sich dadurchnicht abschrecken. War der Reiseroman auf Grund seiner südlichenEindrücke nicht geglückt, so erwiesen sich die nordischen aus Polen,Hamburg, Holland vielleicht als brauchbarer. „Schnabelewopski"ist ein Parallelstück zu den spätern „Reisebildern", nur daß derErlebende nicht mehr der vr. Heine selber ist, sondern ein jungerPole aus Gnesen. Die Ich-Form bleibt die gleiche. Es kann alssicher gelten, daß das Buch noch in Deutschland und vor 1830verfaßt wurde. Es fehlt jede Spur Saint-Simonistischer Ideen, dieHeines erste Pariser Schriften erfüllen, und es fehlt jeder Hinweisauf die polnische Revolution. Unser Dichter, der später „Krapü-linski und Waschlapski" verfaßte, schwärmte damals wie alle Weltfür Polen, es wäre ihm nicht eingefallen, einen Sproß dieses Landesunmittelbar nach dem mißlungenen Freiheitskampfe zum Heldendieser burlesken Abenteuer zu machen. Damit entfällt auch dieMöglichkeit, daß er in der Gestalt des „kleinen Simson", diesesVorkämpfers des Deismus, eine Karikatur Börnes beabsichtigtigte,wie dessen beleidigte Anhänger annahmen. Solange die beidenSchriftsteller in Deutschland weilten, nahm Heine an seinem späternGegner ein sehr geringes, aber keineswegs feindseliges Interesse.„Schnabelewopski" hat mit diesen Differenzen nichts zu tun. Ineinem Brief an Merckel vom 24. August 1832 erwähnte derDichter, daß ihm ein Roman mißlungen sei. Das besagt nicht,

Wolsf, Heine 30