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XVI, Häusliche Sorgen
Ausgabe des „Don Quixote" (VII, 304). „Auf Kommando aus Geld-not", wie er selber sagte. Er mußte es tun, denn das Angebot von1000 Franken für die unbedeutende Arbeit, die er in zwei bis dreiTagen hinwerfen konnte, durfte er sich nicht entgehen lassen. Erselber hielt die Vorrede für „das Schlechteste, was er je geschrieben".Man kann vielleicht milder urteilen, aber sicher ist, daß man nichtHeine zu sein brauchte, um diese allgemein gehaltenen Ausführungen,deren wertvollster Teil die wörtliche Wiedergabe eines Abschnittesaus dem „Buch Le Grand" ist, zusammenzustellen.
Auch der Aufsatz „über Shakespeares Mädchen und Frauen"(V, 365) wurde 1838 „auf Bestellung", nur zum Zwecke des Geld-erwerbes geschrieben. In England war ein großes Jllustrationswerkunter Mitwirkung der ersten Maler erschienen, das die Bilder derShakespeareschen Heldinnen enthielt; der Pariser Verleger Delloye ver-anstaltete davon zwei Ausgaben, die eine für das französische, die andrefür das deutsche Publikum. Er bat Heine um ein Geleitwort und botihm das sehr anständige Honorar von 4000 Franken. Sehr umfang-reich sollte dieser erläuternde Text nicht werden, und zum mindestenräumlich hat der Dichter seinen Auftrag weit überschritten; sachlich aller-dings wird man ihm selber zugeben, daß diese Arbeit „kein Meister-stück" ist, freilich „gut genug für den Zweck", wie er sagte, da ja dieIllustrationen die Hauptsache, der Text nur eine Beigabe bedeutete.
Heine erkannte richtig, daß Bilder sich selber erklären müssen,daß es nicht Aufgabe der einen Kunst sei, die andre in ihrenWirkungen zu unterstützen. Er sah darum von Erläuterungenab und schlug, wenigstens bei den Komödien, den einzig richtigenWeg ein, daß er die für die betreffende Frauengestalt wichtigsteStelle des Stückes neben ihr Bild stellte. Zum Schluß drückenja die Worte Shakespeares das, was er besagen will, am bestenaus. Aber mit dieser Zurückhaltung war weder dem Verlegernoch dem Kommentator selber gedient. Der eine wollte dem Pub-likum mehr „Heine" bieten, der andre die Gelegenheit benutzen,um sich über politische und ästhetische Fragen auszusprechen. Beiden Tragödien fügte er jedem Bildnis mehr oder weniger allgemein