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Uber den Denunzianten
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als möglichst harmlos hin, sagte sich von dem „verwerflichenJakobinismus" los, meinte, daß der Untergang des Christentumsein Unglück für die Menschheit sei, ja er sprach sogar von derJulirevolution in recht gedämpften Tönen. Alle diese Zugeständ-nisse machte er aber, ohne sich selbst etwas zu vergeben und sogeschickt, daß er keine seiner früheren Äußerungen zu widerrufenbrauchte. Nach dieser Vorbereitung kehrt er den Spieß um undgibt die Vorwürfe, die Menzel gegen das „Junge Deutschland"erhoben hatte, zurück. Das Vorgehen des Gegners selbst sei un-deutsch und unchristlich. Das Äußere des Mannes zeige ja schon,daß er kein Deutscher, kein Germane, sondern ein Kalmücke sei.Den Preis der Tugend läßt Heine dem Angegriffenen, aber mitseinem Aussehen sei es gewiß leicht, tugendhaft zu bleiben, zumalin dem soliden Stuttgart. Zum Schluß fordert er persönliche Satis-faktion von ihm mit der Waffe in der Hand. Ein sehr großer Mutgehörte nicht dazu. Menzels Feigheit war bekannt, und da er Gutz-kows Forderung abgelehnt hatte, war nicht zu erwarten, daß ersich dem zweiten Gegner stellen würde. Es kam auch zu keinemDuell, obwohl Heine noch mehrfach versuchte, Menzel durch denDruck der öffentlichen Meinung auf den Kampfplatz zu zwingen.
Heine hatte im Gegensatz zu verschiedenen andern Jüngern derBewegungsliteratur treu im Kampfe ausgeharrt, obgleich das Ver-bot seiner Bücher ihn sogar mit einem empfindlichen Rückgangseiner Einnahmen bedrohte. Er hatte alle Anwandlungen vonSchwäche, die Neigung, sich durch eine Kapitulation vor PreußenRuhe zu verschaffen, wie er an die Fürstin Belgiozoso schrieb,mannhaft niedergerungen; er durfte sich Hoffnung ans die An-erkennung des Publikums und auf den Dank der Liberalen machen.Es war eine bittere Enttäuschung für ihn, daß beides ausblieb.Der Kampf hatte sein Ansehen nicht verstärkt, sondern eher ver-mindert. Fremd, wie er in der Heimat geworden war, hatte erdie Bedeutung des „Jungen Deutschland" überschätzt. Er glaubtefür die Vorkämpfer der Nation einzutreten, während er in Wirk-lichkeit nur eine literarische Gruppe verteidigte. Seine Parteinahme