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Heinrich Heine
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419
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Liternrischc Gegner

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kannte die Poesie der Heineschen Gedichte an, tadelte aber derenSittlichkeit, die auf einer sehr niedrigen Stufe stehe. Heine ist inseinen Augen der große Dichter der Frivolität. Als einmalige Er-scheinung, so nimmt ein andrer Gegner G. F. Fechner inHeineals Lyriker" den Faden der Opposition ans, besitze er seine Be-rechtigung, aber es wäre ein Unglück, wenn der einmalige Fall sichzur Gattung erweiterte. Es würde dazu führen, daß Verstand, Ver-nunft und Moral in der Poesie verfaulten und statt ihrer diePhantasie allein zu tropischer Pracht emporwucherte. Glücklicher-weise steht das aber nicht zu befürchten, da sich nach Ansicht desVerfassers Heine unaufhaltsam der Auflösung nähert und schon inseinen letzten Werken nur noch sein eigner Nachahmer ist.

Diese Gegner enthielten sich aller antisemitischen Ausfälle. DaßHeine Jude war oder von Juden abstammte, dieses Kampfmittelvon zweifelhaftem Wert überließen sie den Geistern, die nichts Sach-liches, sondern nur persönliche Ausfälle vorzubringen hatten. Natür-lich fehlte es an solchen nicht, und das Judentum Heines undBörnes bot ihnen ein unerschöpfliches Thema, das nicht nur gegendie beiden, sondern sogar gegen rein christliche Schriftsteller aus-genutzt wurde, die zufällig mit ihnen in Verbindung standen. Aberauch die Juden, so stolz sie auf Börne waren, wollten von demgeschmähten Heine nichts wissen. Ein Du. Weil verkündete der Welt,daß er die jüdische Religion nicht weniger als die christliche hasse,Berthold Auerbach gefiel sich in dem Gemeinplatz, daß jüdischeAbstammung kein Hindernis für deutsche Gesinnung sei und daßalle Konfessionen vereint die Rehabilitation des Fleisches bekämpfenmüßten, Gabriel Rießer endlich erließ eine Erklärung, daß dieJuden Heine seit seiner Taufe nicht mehr als den Ihren betrachtetenund daß sein Bild nur durch einen schauderhaften Irrtum in dieGalerie der ausgezeichnetsten Israeliten aller Jahrhunderte" auf-genommen sei, eine Sammlung, die 1835 unter Mitwirkung des altenFreundes des Dichters aus der Berliner Zeit, des polnischen GrafenBreza, erschienen war. Heine selbst war von dieser Ehre am wenigstenentzückt, er legte damals keinen Wert auf seine Zugehörigkeit zum

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