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Heinrich Heine
Entstehung
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415
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HeinesBorrede"

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duldig wie der Träger der bunten Jacke.Aber", fährt er fort,habt ihr gar keine Furcht, daß dem Narren mal all die Lastenzu schwer werden, und daß er eure Soldaten von sich abschütteltund euch selber aus Überspaß mit dem kleinen Finger derr Kopfeindrückt, so daß euer Hirn bis an die Sterne spritzt?"

Es waren unerhört kühne Worte. Man begreift, daß^Campezögerte, sie zu drucken, und das Manuskript derFranzösischen Zu-stände" mitsamt der Vorrede, obgleich es mehr als zwanzig Bogenumfaßte Und nicht zensurpflichtig war, dem Zensor zur Durchsichteinreichte. Natürlich strich er die schlimmsten Stellen und verfuhrdabei mit einer anerkennenswerten Gewandtheit, so daß er die WorteHeines in ihr Gegenteil verkehrte und aus der Anklage FriedrichWilhelms III. einen Lobgesang auf den König machte. Der Dichterwar wütend. In derAllg. Zeitung" veröffentlichte er eine gehar-nischte Erklärung, in der es heißt:Nimmermehr hätte ich jenes Buchherausgegeben ohne diese Vorrede, worin ich die Gesinnungen, diein jenen Artikeln nur angedeutet sind, vollkräftig mitteilen undzugleich durch anderweitige Besprechungen einen großen Akt derBürgerpflicht ausüben konnte. Wie soll ich nun die widerwärtigeEmpfindung ausdrücken, die mich berührte, als ich einen Abdruckdieser Vorrede brieflich erhielt und daraus ersah, daß mehr alsdie Hälfte davon unterdrückt worden; ja, was noch fataler ist, daßdurch diese Unterdrückungen alles, was ich sagte, nicht bloß entstellt,sondern auch mitunter ins Servile verkehrt worden ist! Gegenjede irrige Deutung, die daraus entstehen kann, will ich mich nunhiermit vorläufig verwahrt haben. Ich bitte alle honetten Jour-nale, diese Zeilen abzudrucken!"

Von Campe verlangte er die unverkürzte Herausgabe der Vor-rede in Form einer Broschüre.Nur schnell! Ich kann nicht eherhonett schlafen, bis die Vorrede in der Welt ist. . . . Sagen Sieihm (Merckel), ich sei begeistert wie ein Mensch, welcher weiß, daßer den Sieg dessen, wofür er sich in alle möglichen Missren hinein-schreibt, nicht erlebt." Auf diesen ausdrücklichen Wunsch wurde dieVorrede gedruckt, sie war zur Ausgabe fertig, als plötzlich der