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Heinrich Heine
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414
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414 XV. Kämpfe

der Buchausgabe zum Abdruck bringe, und er schrieb eine Vorrede"(V, 11) dazu, vor der er selbst annahm, daß sie ihm die Rück-kehr nach Deutschland dauernd versperren würde.

Er wendete sich darin mit starkem Pathos gegen die Unterdrückerder deutschen Freiheit, gegen dieHandvoll Junker, die nichts gelernthaben als ein bißchen Roßtäuscherei, Volteschlagen, Becherspiel odersonstige Schelmenkünste". Nicht die konstitutionellen Herrscher derdeutschen Mittelstaaten klagt der Dichter an, denn sie könne man nichtzur Rechenschaft ziehen, da sie doch nur nach der Pfeife Österreichsund Preußens tanzen müßten. Selbst gegen die Wiener Regierungverspürt der Dichter wenig Groll, sie sei stets ein offner Gegnergewesen, mit dem man im guten Kampf die Waffen kreuzen könne.Sein ganzer Zorn richtet sich gegen die Preußen, dieJesuiten desNordens", die den liberalen Gedanken mißbrauchen, um dasReichdes Obskurantismus" zu begründen. Er begnügt sich nicht, dieneuesten reaktionären Frankfurter und Wiener Beschlüsse anzugreifen,sondern ihre staatsrechtliche Unterlage, die Bundesakte, diese,, ver-briefte Knechtschaft" erklärt er fürnull und nichtig".Kraft meinerPflicht als Bürger protestiere ich gegen alle Folgerungen, welchedie Bundestagsbeschlüsse vom 28. Juni aus dieser nichtigen Urkundegeschöpft haben; kraft meiner Machtvollkommenheit als öffentlicherSprecher erhebe ich gegen die Verfertiger dieser Urkunde meineAnklage und klage sie an des gemißbrauchten Volksvertrauens, ichklage sie an der beleidigten Volksmajestät, ich klage sie an desHochverrats am deutschen Volke, ich klage sie an!" FriedrichWilhelm III. zeiht er persönlich des Wortbruches, ,er habe 1813seinem Volke eine Verfassung verheißen und dies Versprechen bisheute noch nicht eingelöst. Die Anschuldigung ist um so wirksamer, alser dem menschlichen Charakter des Königs volle Gerechtigkeit wider-fahren läßt. Er droht mit der Erhebung des Volkes, und wenn erzögere, das Losungswort der Revolution anzusprechen, so geschehees, weil man die Geister leichter rufen als wieder beruhigen könne.Er mahnt die Fürsten, sich nicht auf den Servilismus ihrer Unter-tanen zu verlassen, das deutsche Volk sei zwar ein Narr und ge-