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XIV. Im journalistischen Dienst
als für Heine Partei zu nehmen. Wer ihn verteidigte, teilte seinSchicksal und erregte den Verdacht der Regierungen, wer ihn be-kämpfte, konnte auf ihren Dank rechnen, zum mindesten aber sichersein, daß der Zensor ihm nicht eine Zeile strich. Manches Wortzugunsten des Dichters fiel seiner mitleidloser Schere zum Opfer.Es gehörte Mut dazu, für Heine einzutreten. Eine mächtige Stützebesaß er in Wolfgang Menzel, der bis zum Jahre 1835 jede seinerSchriften in dem einflußreichen „Literaturblatt" zwar mit Bedenkenim einzelnen, im ganzen aber mit dem größten Lobe begrüßte.
Von den besprochenen Arbeiten erschienen nur die „Franzö-sischen Zustände" und die „Romantische Schule" als selbständigeBücher, die andern wurden in die verschiedenen Bände des „Salons"aufgenommen. Salon ist noch heute die Bezeichnung der alljähr-lichen Pariser Kunstausstellung. Für die „Französischen Maler"ergab sich dieser Obertitel von selbst. Heine behielt ihn bei undbenutzte ihn wie früher die „Reisebilder" als eine Kollektivbezeich-nung, unter die er die verschiedensten Dinge, wissenschaftliche Auf-sätze, Novellistik und Gedichte vereinigen konnte. Während aber inden „Reisebildern" der Dichter wandert und dadurch immer neueAus- und Ansichten gewinnt, ist er der ruhende Betrachter desSalons, an dessen Auge die Bilder vorüberziehen. Die „Franzö-sischen Maler" bildeten mit einigen Gedichten und den „Memoirendes Herrn von Schnabelewopski" den ersten Band des „Salon",die „Geschichte der Religion und Philosophie" steht im zweiten, dieBriefe „über die französische Bühne" mit dem „Rabbi von Bacharach"im vierten Bande. Es kommt auf die Zusammenstellung nicht an.Heine nahm sie aus praktischen Gründen vor, besonders in Rück-sicht auf die Zensur. Harmlosere Stücke sollten die gefährlichereWare durchlotsen, oft lag ihm auch nur daran, zwanzig Bogenzu füllen, da Werke, die diesen Umfang erreichten, zum mindestenzeitweilig der Vorzensur nicht unterlagen. Die Verbindung dereinzelnen Stücke war also keine organische, ja häufig nicht einmaleine glückliche. Die „Französischen Maler" gewannen nichts durchdie Gesellschaft des schmutzigen Schnabelewopski. Aber selbst dieses