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Heinrich Heine
Entstehung
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Geschichte der Religion usw,

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nach seiner Bekehrung ausdrücklich von ihr lossagte und erklärte,daß alles in dem Buche, wasauf die große Gottesfrage Bezughabe, ebenso falsch wie unbesonnen" sei. sondern schon vorherzweifelte er an der Richtigkeit und Zweckmäßigkeit seiner Aus-führungen. Mit derRomantischen Schule" dagegen war er sehrzufrieden. Er betrachtete sie als sein bedeutendstes historisches Werkund schrieb in diesem Sinne an Julius Campe:Es enthält keineeinzige schwache Stelle, und es wird als mißliches, lehrreiches undzugleich ergötzlich unterhaltendes Buch länger leben als der Verfasserund der Verleger, denen beiden ich doch jedenfalls ein langes Lebenwünsche." Er sah darin eine Abrechnung mit der alten und zu-gleich das Programm der neuen Literatur nach Goethes Tode.

Der Eindruck von Heines literar- und kulturhistorischen Schriftenin Deutschland war gering. DieRomantische Schule" und dieFranzösischen Zustände" kamen bei Lebzeiten des Verfassers überdie erste Auflage nicht hinaus, dieGeschichte der Religion undPhilosophie" konnte erst 1852 zum zweitenmal aufgelegt werden.Die Zeit war zu gespannt, die Gemüter zu erregt, als daß diegemäßigten Anschauungen und die sachlichen Ausführungen Heinesstarken Anklang fanden Man erwartete von Heine mehr, sen-sationelle, kühne Bücher, Angriffe, die alle bisherigen überboten.Man war enttäuscht so wenig von Politik und so viel von Re-ligion zu vernehmen, denn der Zusammenhang, den er zwischen denbeiden konstruierte, leuchtete dem nicht saint-simonistisch geschultenPublikum nicht ein. Seine Ausfälle gegen das Christentum er-schienen daher recht gottlos, aber auch wenig zeitgemäß und ohneBeziehung zu den Tagesfragen, die die Gemüter bewegten. Deneinen ging Heine zu weit, den andern nicht weit genug. Börnewarf ihm seine schwankende Haltung, ja Unehrlichkeit vor, die essowohl den Fürsten und Aristokraten als den Republikanern rechtzu machen suche. Von der andern Seite dagegen wurde sein Un-glaube, seine Verhöhnung der Religion, seine Frivolität, sowie seinMangel an Nationalgefühl und Sittlichkeit getadelt. Die ungünstigenKritiken überwiegen bei weitem. Es war auch viel dankbarer, gegen