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Heinrich Heine
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Geschichte der Religion usw.

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ist eine Religion für Knechte, für Kinder, für Genfer, für Uhr-macher." So ist Deutschland berufen, die Saint-Simonistische Ideein die Wirklichkeit umzusetzen, die in Frankreich durch den herrschen-den Materialismus zum mindesten zeitweilig erstickt wird.

In drei Aufsätzen, denen in der deutschen Ausgabe drei Bücherentsprechen, hat Heine diese geistige Entwicklung der deutschen, jaman darf sagen der europäischen Menschheit dargestellt. Das erstebehandelt die religiöse Revolution und Luther, das zweite die Vor-läufer der philosophischen Revolution Spinoza und Lessing, das drittedie philosophische Revolution selber durch Kant, Fichte, Schölling undHegel. Man darf bezweifeln, ob der Dichter den Sinn der verschiedenenphilosophischen Systeme immer richtig erkannt hat, vor allem dieLehre des Spinoza dürfte zu stark im Geiste des Saint-Simonis-mus ausgelegt sein, und der Bedeutung Kants vermag der Sen-sualismus des Dichters nicht gerecht zu werden. Er sieht nur dasNegative in der Wirksamkeit des Philosophen, er betrachtet ihn aus-schließlich als den unerbittlichen Zertrümmerer des Alten, währender für die strenge Ethik des Mannes, die auf die neuen Bahnender Zukunft weist, kein Verständnis aufbringt. Diepraktische Ver-nunft" erscheint ihm im Verhältnis zurKritik der reinen Ver-nunft" als ein feiger Rückfall in die Vergangenheit, als eine Artvon Selbstverleugnung, während sie gerade die stärksten Ansätzezu einer neuen Weltanschauung, zu der Weltanschauung Schillersund Kleists, gelegt hat. Doch über die Einzelheiten mögen diePhilosophen streiten, der Laie wird unter allen Umständen die Klar-heit und Meisterschaft bewundern, mit der Heine den spröden Stoff,wie er ihn verstand, gestaltet hat. Es war damals nichts Geringes,ein deutsches philosophisches Buch ohne schwerfällige Fachausdrückezu schreiben, das jedem Gebildeten faßbar war. SchopenhauersWelt als Wille und Vorstellung" lag zwar schon vor, aber werkannte sie? Sie war Heine damals fremd und ist es stets ge-blieben, und gerade dieses größte Geisteswerk der untergehendenRomantik hätte ihm viel von dem geboten, was er suchte. Heinewar freilich Optimist und dadurch unterscheidet er sich von den

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