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Heinrich Heine
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Der Saint-Simonismus

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jeder das höchste Maß von Glück genießen: „Wir kämpfen nichtfür die Menschenrechte des Volkes, fondern für die Gottesrechtedes Menschen, Hierin und in noch manchen andern Dingen unter-scheiden wir uns von den Männern der Revolution. Wir wollenkeine Sanskülotten sein, keine frugalen Bürger, keine wohlfeilen Prä-sidenten; wir stiften eine Demokratie gleichherrlicher, gleichheiliger,gleichbeseligter Götter. Ihr verlangt einfache Trachten, enthaltsameSitten und ungewürzte Genüsse; wir hingegen verlangen Nektarund Ambrosia, Purpurmäntel, kostbare Wohlgerüche, Wollust undPracht, lachenden Nymphentanz, Musik und Komödien." Der Saint-Simonismus war damit auf die eigensten Lebensbedürfnisse desDichters zugeschnitten. Er sollte ihm die Möglichkeit geben, seinesensualistische Natur auszuleben und doch ein Mann des Geisteszu bleiben. Er sollte den Riß zwischen Sinnenglück und Seelen-frieden schließen. Das ist die „Idee des Lebens", die Welt-anschauung, für die Heine jetzt eintritt, und neben dem Kampf umdiese Weltanschauung sank die Politik zu einer gleichgültigen Spielereiherab. Selbst von den Männern der Revolution rückte er ab undan den Freund Laube schrieb er: „In den politischen Fragen könnenSie so viel Konzessionen machen, als Sie nur immer wollen, denndie politischen Staatsformen und Regierungen sind nur Mittel; Mon-archie oder Republik, demokratische oder aristokratische Institutionensind gleichgültige Dinge, solange der Kampf um erste Lebens-prinzipien, um die Idee des Lebens selbst noch nicht entschieden ist.Erst später kommt die Frage, durch welche Mittel diese Idee im'Leben realisiert werden kann, ob durch Monarchie oder Republik,ob durch Aristokratie oder gar durch Absolutismus . . . für welchenletzteren ich gar keine große Abneigung habe."

Der Kampf gegen die ungleiche Güterverteilung, wie er Heinevorschwebte, war ein Ringen um eine Weltanschauung, keine mate-rialistische Gleichmacherei, wie sie die Sozialisten nach ihm betrieben.Durch den Sieg der Idee sollten die Ungerechtigkeit und die Un-gleichheit der bisherigen Weltordnung beseitigt werden. Es magsein, daß es der Traum eines Dichters war, aber es war doch ein

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