Ausbruch der Revolution
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erklügeln, die Geheimnisse der Elementargeister zu erlauschen, undmich in die Wunderwelt alter Märchen zu versenken — ich mußtepolitische Annalen herausgeben, Zeitinteressen vortragen, revolu-tionäre Wünsche anzetteln, die Leidenschaften aufstacheln, den armendeutschen Michel beständig an der Nase zupfen, daß er aus seinemgesunden Riesenschlaf erwache."
Ob Heine damals wirklich daran dachte, zur Poesie zurück-zukehren und der Politik zu entsagen? Wir wissen es nicht. Viel-leicht entstand die vorübergehende Stimmung nur aus dem Ärger,daß er seine beste Kraft an eine Sache gesetzt hatte, die damalsaussichtsloser als je erschien. „Freiheit, du bist ein böser Traum!"Der Ausruf klingt wie der müde Abschied von einer als zweckloserkannten Tätigkeit. Alle diese Erwägungen und Verstimmungennahmen mit einem Schlag ein Ende, als die Nachricht der PariserJulirevolution in den ersten Augusttagen die Insel erreichte.Badegäste und Einwohner waren in gleicher Aufregung, die Be-geisterung für den Kampf der „armen Leute" und für den Siegdes Volkes kannte keine Grenzen. Heines Jubel war ungeheuer.Die Umwälzung gab feinem Leben einen neuen Inhalt und recht-fertigte sein bisheriges Streben. Es war kein leerer Wahn mehr,für den er gekämpft und gelitten hatte, sondern greifbare Wahrheit.Er verschlang die eintreffenden Zeitungen, und je mehr er von denEreignissen hörte, um so mehr jubelte er:
„Lafayette, die dreifarbige Fahne, die Marseillaise ... Ichbin wie berauscht. Kühne Hoffnungen steigen leidenschaftlich empor,wie Bäume mit goldenen Früchten und wilden, wachsenden Zweigen,die ihr Laubwerk weit ausstrecken bis in die Wolken . .. DieWolken aber im raschen Fluge entwurzeln diese Riesenbäume undjagen damit von dannen. Der Himmel hängt voller Violinen. Dasist ein beständiges Geigen da droben in himmelblauer Freudigkeit,und das klingt aus den smaragdenen Wellen wie heiteres Mädchen-gekicher. Unter der Erde aber kracht es und klopft es, der Bodenöffnet sich, die alten Götter strecken daraus ihre Köpfe hervor, undmit hastiger Verwunderung fragen sie: Mas bedeutet der Jubel,