Druckschrift 
Heinrich Heine
Entstehung
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XII. Die I u l i r e v o l li t i o li

^.eine war zum Druck des dritten Bandes derReisebilder" von^ ^Berlin nach Hamburg gekommen. Er hegte nicht die Absicht,dort zu bleiben, aber bei der ungünstigen Aufnahme seines neuenBuches schien es ihm bedenklich, nach der preußischen Hauptstadtzurückzukehren. Wenn er dort auch für seine persönliche Sicherheitkaum etwas zu befürchten hatte, so war doch die Haltung seinerBerliner Freunde gegen sein jüngstes Werk, mit Ausnahme vonVarnhagen, so ablehnend, daß der Verkehr mit ihnen zunächst keineVerlockung bot. Außerdem hörte der Dichter, daß Platen durch denbefreundeten Grafen Fugger die gerichtliche Klage erheben werde.Der Gerichtsstand in Hamburg war in diesem Falle dem in Berlinvorzuziehen; der Wahrheitsbeweis, den Heine anzutreten beabsichtigte,ließ sich vor dem Gericht der relativ freien Hansastadt unbeschränkterdurchführen als vor einem preußischen.

So blieb er zunächst in demverdammten" Hamburg. Wieoft hatte er sich geschworen, den verhaßten Boden nie wieder zubetreten! Aber er hatte keine Wahl. In München und Berlinwar er unmöglich, so mußte er unter den unerfreulichsten Be-dingungen in der Elbestadt ausharren. Er betrachtete diesen Auf-enthalt stets als etwas Vorübergehendes und stand immer bereit,ihn abzubrechen. Selbst seine Wohnung trug den Charakter desNichtdauernden, wie die Schilderung des Schriftstellers Wienbargbeweist, der den Dichter damals häufig besuchte:Ein offener Reise-koffer, zerstreute Wäsche, zwei oder drei Bändchen aus einer Leih-bibliothek, ein paar elegante Spazierstöckchen mit kaum verwischtenund abgeglätteten Spuren sorgfältigen Einpackens, und vor allem dasMännchen selber; denn obwohl er bereits einige Monate die Ham-burger Luft atmete und in einem anständigen Bürgerhause wohnlicheingerichtet war, so schien er mir doch den Anstrich von einem Reisendenzu haben, der erst den Abend vorher vom Postwagen gestiegen undeine etwas marode Nacht im Gasthofe zugebracht."

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