Die Wirkung
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noch nicht dagewesen war. Die Öffentlichkeit mußte dazu Stellungnehmen. Man kann nicht sagen, daß sie für Platen Partei er-griff, aber sicher gegen Heine. Damit hatte sie instinktiv das Rich-tige getroffen. Die Sache des einen war nicht gut, die des andernschlecht. Platen weilte in der Ferne, sein Gegner in unmittelbarsterNähe, von jenem mußte man wenig, von diesem nicht viel, darunteraber manches Ungünstige. Heine hatte sich schon viele Feinde ge-macht, die die Stimmung gegen ihn schürten, Platen dagegen warnur als Dichter hervorgetreten und hatte außer einigen Literatenniemanden gereizt. Sein adliger Name wirkte auf das Publikum,und man bedauerte den hochgebornen Grafen, der von dem Plebejerin den Schmutz hinabgezogen wurde. Das Urteil verschob sich immermehr zu Heines Ungunsten, seinen zahlreichen Gegnern hatte erWasser auf ihre Mühle geliefert. Hatten sie es nicht immer gesagt,daß diesem Dichter nichts heilig sei, daß er mit Vorliebe im Kotwühle und ein durch und durch unsittlicher und unwahrer Mensch sei?In den „Bädern von Lucca" drückte er ihnen den Beweis in dieHand. Er selbst hatte sich in diesem Buch gezeichnet und gerichtet.Es wurde in Preußen unmittelbar nach dem Erscheinen verboten.
Die Freunde Heines hatten einen schweren Stand. Sie konntensich nicht entschließen, seine Tat vor der Öffentlichkeit zu vertreten.Vergebens forderte er Ludwig Robert, Gans und Lehmann auf,ihm in dieser Fehde als Sekundanten beizustehen, sie traten ausihrer Zurückhaltung nicht heraus. Selbst Jmmermann schwieg, demdas Buch gewidmet war. Er dankte zwar Heine hochentzückt fürdie Gabe und meinte nur, daß an der Replik gegen Platen etwashätte gespart werden können, aber in der Öffentlichkeit rührte erkeine Hand für den Bundesgenossen, der sich teilweise in seinemInteresse und für ihn die Finger verbrannt hatte. In einem Privat-brief erklärte er, man könne Heine nicht ganz fallen lassen, aberdas geschah aus Dank für die Verbesserungen, die ihm der vonallen Seiten Angegriffene für sein Epos „Tulifäntchen" sandte,nicht ans Anerkennung der Waffenhilfe in dem gemeinsamen Kampfe.Ehrlicher war. die Haltung Mosers. Er sprach seine Entrüstung