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Heinrich Heine
Entstehung
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Politische Stellung

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und damit in die treibenden Kräfte der Geschichte. Sein politischesProgramm, das er in dem dritten Teile der „Reisebilder", alsounmittelbar im Anschluß an die Münchner Tätigkeit entwickelte, istdarum von einer unsagbaren Dürftigkeit, Unbestimmtheit und Phrasen-haftigkeit. Die Frage nach der Aufgabe unserer Zeit beantworteter dort: „Es ist die Emanzipation. Nicht bloß die der Jrländer,Griechen, Frankfurter Inden, westindischen Schwarzen und der-gleichen gedrückten Volkes, sondern es ist die Emanzipation derganzen Welt, absonderlich Europas, das mündig geworden ist undsich jetzt losreißt von dem eisernen Gängelbande der Bevorrechteten,der Aristokratie. Mögen immerhin einige philosophische Renegatender Freiheit die feinsten Kettenschlüsse schmieden, um uns zu be-,weisen, daß Millionen Menschen geschaffen sind als Lasttiere einigertausend privilegierter Ritter; sie werden uns dennoch nicht davonüberzeugen können, solange sie uns, wie Voltaire sagt, nicht nach-weisen, daß jene mit Sätteln auf dem Rücken und diese mit Sporenan den Füßen zur Welt gekommen sind."

Der Kampf gegen Adel und Kirche, der jetzt in allen Ländernentbrannt ist, teilt nach Heines Ansicht Europa über die politischenGrenzen hinweg in zwei Lager, so daß es jetzt „keine Nationenmehr, sondern nur Parteien" gebe. Die Nationalität, dieser „Haupt-hebel, den ehrgeizige und habsüchtige Fürsten zu ihren Privat-zwecken" gebrauchten, ist überwunden und an Stelle der materiellenInteressen sollen die geistigen, also die Ideen, in die Weltgeschichtetreten. Wie dem Dichter die große Knnstepoche mit Goethe abgeschlossenerschien, so die der Kriege mit Napoleon. Die Völkerverbrüderungim Zeichen der Geistespolitik kann losgehen. Es ist jedem unbenommen,sich die Zukunft so rosig als möglich zu träumen, aber von demLeiter einer politischen Zeitschrift wird man verlangen, daß er dieZeichen der Zeit besser versteht. Er mußte erkennen, daß mit dererstarkenden Industrie eine Periode des intensivsten wirtschaftlichenKampfes begann und daß der Nationalismus seit dem Zusammen-bruch der Revolution von Tag zu Tag im Wachsen war. Grill-parzer schrieb damals das Epigramm: